Saison 2016/17


Ein Tag wie kein anderer

Es fing alles ganz harmlos an. Herrliches Wetter und eine nette Truppe trifft sich zu einem Ausflug ins Saarland. Mit Kaffee, Bier, Sekt und vielen Leckereien macht man sich auf den Weg. Aber unterwegs und besonders bei den Pausen kommt immer wieder ein Thema auf: "Was passiert wohl heute Abend?" Und man merkt, dass doch alle etwas nervös sind. Ansonsten ist es eine lockere Stimmung und die Bahn ist trotz zahlreicher Baustellen ohne Staus. Also bleibt in Saarlouis Zeit genug für einen ausgiebigen Spaziergang, Eis essen und natürlich auch etwas Kultur. Wir besichtigen die St. Ludwigs-Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die bis auf die Fassade 1964 aufgrund von starken Kriegs- und Flutschäden abgerissen und neu aufgebaut wurde. Der kühle Bau begeisterte dabei - bis auf die wunderbaren Fenster - nicht jeden von uns. Auf alle Fälle wurden wieder Kerzen angezündet. Nach ausgiebiger und erfolgreicher Shoppingtour ging es dann aber zum wichtigsten Ort dieses Ausfluges. An der Halle am Stadtgarten herrschte bereits reger Betrieb und wir kamen auch gleich ins Gespräch mit den Fans aus Saarlouis, die genauso gespannt waren. Was dann ab 18.00 Uhr geschah, ist ausgiebig in allen Medien  berichtet worden. In einer ausverkauften Halle war die Hölle los. Bis zum Ende der 1. Halbzeit war die höchste Lautstärke auf Seiten der ca. 300 Essener Fans und gegenüber wurde es etwas leiser. In Teil 2 gab es in der gesamten Halle niemanden mehr, der noch auf seinem Platz saß und die Lautstärke brachte fast das Hallendach zum abheben und die Zeit schlich dahin. Es schien, dass im Gegensatz zur 1. Halbzeit die zweite viel länger dauerte. Dann 34 Sekunden vor Schluss die alles erlösende Parade von Carlos und nach der Auszeit die letzten heruntergespielten 15 Sekunden. Danach gab es nur noch Jubel, Tränen der Erlösung und Freudentänze in der gesamten Halle, denn durch den Sieg von Nordhorn blieben nun beide Teams in der 2. Liga. Danach war nur noch Feiern angesagt, wobei sich die junge Essener Spielertruppe als besonders stimmgewaltig herausstellte, da konnten selbst die Fans nur staunen, die ihre Stimme bereits auf der Tribüne verbraucht hatten. So dauerte es dann schon ein bis zwei Stunden ehe man dann mal so langsam die Rückfahrt antreten konnte und auf geisterhaft leerer Autobahn seelig schlummernde Fans nach Hause brachte. Ein Tag also, der zu denen gehört, die man nie vergessen wird. Ein Krimi, wie ihn man so nie wieder erleben möchte. Aber auch eine Hoffnung, dass man mit diesen Spielern in der nächsten Saison noch viel viel mehr erreichen kann.


Letzter Spieltag der Saison 2016/17

Mehr ist es nicht, was morgen stattfindet. Klar es werden wichtige Entscheidungen fallen aber diese Tatsache beruht auf fielen Fehlern und Versäumnissen der vergangenen Jahre. Die letzten die daran Schuld sind, sind die Spieler. Sie haben auch in diesem Jahr einige Male gezeigt, was in ihnen steckt. Sie haben alle ein großes Potential an Können. Warum aber wurde es so wenig abgerufen? Morgen müssen sie nun all ihr Können noch einmal unter Beweis stellen und dabei gilt es, dass sie selber selbstbewusst auf die Platte gehen und ihr Spiel zeigen. Davon dürfen sie sich von nichts und niemanden ablenken lassen. Sie wissen, dass auch morgen die Essener Fans - egal wie viele es sind - wieder hinter ihnen stehen und sie unterstützen und auch dann zu ihnen stehen, wenn es wider aller Erwartungen schief gehen sollte. Deshalb kann man dem Team jetzt nur noch ganz einfach eins sagen: "Geht raus, macht euer Spiel, lasst euch nicht nervös machen, bewahrt die Ruhe und dann klappt es".


Sieg im Siegerland

Der Weg über die A 40 ins Sauer- und Siegerland ist Freitagnachmittags bekanntlich nicht einfach. Man muss schon wissen, welche Wege man einschlägt, um die dicksten Staus zu vermeiden und dann später auf der Sauerlandlinie doch etwas schneller voran zu kommen. Und so kann man auch das Spiel beurteilen, dass dort in der kleinen Stählener Halle stattfand. Der TUSEM startete etwas schwerfällig und Ferndorf konnte erst einmal die Oberhand behalten aber je weiter man kam, desto flüssiger lief es beim TUSEM und am Ende ging es fast nur noch in eine Richtung. In den letzten Minuten gab es dann auch keine Unterstützung mehr für die Heimmannschaft und die TUSEM-Spieler konnten fast meinen, sie wären zwischenzeitlich bereits in der eigenen Halle angekommen, so lautstark wurden sie aus allen Ecken der Halle von Essener Fans unterstützt und als Blissi die Humba anstimmte, war schon kaum  mehr ein Ferndorfer Fan in der Halle. Aufgrund der hohen Sicherheitsmaßnahmen in der Halle, verschob man dannden einen oder anderen Plausch zwischen Spielern und Fans auf den Parkplatz und von dort ging es dann ruckzuck nach Hause. Denn irgendwann fließt auch auf der A 40 der Verkehr flüssig und ohne Stau. Abgesehen von dem nun doch recht gut aussehenden Tabellenplatz, gibt dieses Spiel die Hoffnung, dass es nun auch am Freitag in eigener Halle mit einem Sieg klapp. Schließlich hat das Team gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel immer gut ausgesehen.


Endspurt

Nach der Länderspielpause geht es nun am 12. Mai gegen Ferndorf in den Endspurt der Saison 2016/17. Die letzten fünf Spiele entscheiden über den Verbleib in der 2. Liga. Klar, wir gehen davon aus, dass das klappt aber bei noch drei Auswärtsspielen und dem engen Punktestand, müssen auch auswärts noch Punkte geholt werden. Also sollte das Team in Kreuztal beim derzeitigen 18. der Tabelle die bestmögliche Unterstützung von den Essener Fans bekommen. Schließlich ist es auch eine der kürzesten Auswärtsfahrten in der Liga. Wir sind dabei und ihr? Noch ein Tipp: es gibt zwar in der Nähe der Halle einige "Lokalitäten", um vor dem Spiel noch etwas zu essen und zu trinken aber wir können euch den Service in der Halle empfehlen. Der ist wirklich gut.


Nettelstedt zu stark

Im Hinspiel hatte der TuS-N-Lübbecke den TUSEM wohl unterschätzt, denn in Essen verloren sie immerhin mit 31:26. Im Rückspiel gingen sie von Anfang an voll konzentriert zur Sache und ließen Essen keine Chance. Auch wenn das Essener Team in der ersten Halbzeit noch ganz gut mithalten konnte, gab es für sie in der zweiten Halbzeit keine Chance mehr auf einen Sieg. Da nutzte es auch nicht, dass die Essener Fans ihr Team so lautstark unterstützten, dass sich die extrem ruhigen Zuschauer aus Nettelstedt darüber beschwerten. So bleibt nur der Trost, dass die Bratwurst immer noch so lecker ist wie in den vergangenen 20 Jahren und am Freitag gegen Konstanz wieder Heimspielstärke angesagt ist. Dann geht es um Punkte, die eingefahren werden sollten.


Von Wurst zu Wurst

Karsamstag war mal wieder eine Auswärtsfahrt angesagt. Nicht gerade eine weite Fahrt, sondern eher ein kleiner Ausflug und das in einen Ort, den man nun schon seit Jahrzehnten kennt. Schließlich hat auch Hüttenberg einmal in der ersten Liga gespielt und so wie es aussieht, wird das wohl bald wieder der Fall sein. Allerdings sind die Verhältnisse im Gegensatz zu früher genau umgekehrt. Damals kam der Deutsche Meister und Europapokalsieger zum Außenseiter. Samstag kam der TUSEM als abstiegsgefährdeter Verein. Das war für die Fans schon ein komisches Gefühl. Und für die Mannschaft? Als der TUSEM hier große Erfolge feierte, waren die meisten von ihnen noch gar nicht geboren und nun standen sie einem Aufstiegskandidaten gegenüber. Aber wenn es um die "Wurst" geht, dann ist das Team da und kämpft. So kam tatsächlich ein extrem spannendes Spiel zustande, an dem auch die Fernsehzuschauer ihren Spaß gehabt haben dürften. Leider reichte auch eine Aufholjagd nicht, den Sieg einzufahren. Auch wenn an diesem Tag Hüttenberg durchaus zu schlagen war, schlichen sich beim TUSEM doch zu viele Fehler ein. Gerade das war natürlich verdammt ärgerlich, da diese beiden Punkte doch so gut getan hätten. Nun gilt es am Freitag beim Heimspiel gegen Nordhorn wieder für einen weiteren Abstand zur Abstiegszone zu sorgen. Sicher keine leichte Aufgabe gegen den Tabellenachten. Zwei Tage später geht es dann schon zum Tabellenersten und dort heißt es dann mehr als 100 % geben, um dort zu punkten. Ach ja, was hat dabei eigentlich die Wurst zu suchen? In Hüttenberg waren ja über 70 Essener Fans dabei, von denen sicher viele vor der Halle die "TVH-Wurst" (eine Hüttenberger Spezialität) getestet und als lecker empfunden haben.. Leute, wir können euch nur raten: kommt auch mit nach Nettelstedt. Seit Jahrzehnten fahren wir dort schon hin, nicht zuletzt weil es dort die leckerste Bratwurst der Liga gibt und das ist doch wohl ein Argument. Ihr könnt nicht nur unser Team unterstützen, sondern macht auch noch einen tollen Sonntagsausflug in den Teutoburger Wald mit seinen hübschen kleinen Luftkurorten und leckerem Essen.


Erfolgreicher Saisonabschluß

Mit einem 28:27 gegen Kettwig beschließt TUSEM 4 die Saison und erreicht damit Platz 8 der Tabelle. Nachdem Kettwig in der ersten Hälfte zeitweise mit 3 Toren vorne lag, gelang TUSEM in Hälfte 2 dann der Ausgleich, blieb nervenstark und führte in den letzten Minuten mit zwei Toren Vorsprung. Garant dieses Erfolges gegen den Tabellenfünften war die Tatsache, dass TUSEM sechzig Minutzen voll konzentriert spielte und zu keiner Zeit in der Leistung nachließ. Sehr hilfreich dabei war die enorme Unterstützung von der Tribüne. Während unsere Amateurmannschaft im Laufe der Saison immer wieder vor leerer Kulisse spielen musste, stand ihr in diesem Spiel die Bundesliga A-Jugend lautstark zur Seite und puschte das Team damit immer wieder voran. Solch eine tolle Unterstützung wünschen sich unsere Jugendmannschaften sicher auch oft, wenn die Tribüne auf der Maggihöhe zwar gut gefüllt aber sehr leise ist. Ein guter Grund also gemeinsam anschließend den Saisonabschluss zu feiern, insbesondere da die A-Jugend an diesem Sonntag die Saison mit einem 33:28 Heimsieg über Herdecke und damit dem fünften Platz in der Tabelle beendete.


Misserfolg trotz Kampf

Sie haben gekämpft bis zur letzten Sekunde und teilweise mit wirklich letzter Kraft. Aber es hat nicht gereicht. Warum? Bis zum nächsten Spiel in Hüttenberg sollte das geklärt sein, denn man ist wieder und immer noch im Kampf gegen den Abstieg. Also woran lag es heute? Wusste man nicht wie gut Matthias Gerlich ist, der 9 Tore machte? Die Tatsache, dass heute die sog. "Kraftpakete" gefragt waren, hätte man spätestens dadurch merken müssen, dass auch Dennis Szczesny mit 8 Toren erfolgreich war. Vielleicht fehlt es daran, dass man während des Spiels Statistiken führt, denn sonst wäre aufgefallen, dass z.B. Jonas Ellwanger hervorragend ins Spiel startete, eine tolle erste Halbzeit brachte. Sein letztes Tor allerdings (Nr. 5) fiel in der 32. Minute. Er musste fast das ganze Spiel durchspielen und war entsprechend in den letzten 15 Minuten offensichtlich "platt". Warum kein Wechsel? Dem Spieler tut man damit keinen Gefallen. Warum wird ein torgefährlicher Spieler mit Kraft lediglich knapp 5 Minuten eingesetzt und das nur in der Abwehr? Warum wird bei den Torhütern nicht öfter gewechselt? Auch hier tut eine kleine Pause oft gut. Fragen über Fragen. Sicherllich hat ein Großteil der Zuschauer heute "nur" gemerkt, dass die Mannschaft gekämpft hat. Aber die "Handballexperten" werden es evtl. nicht laut aussprechen aber mit der derzeitigen Taktik werden sie wohl auch nicht einverstanden sein. Bis zum Karsamstag gibt es also viel zu überdenken und zu ändern. Und zu guter Letzt: wir haben zwei hervorragende Außenspieler, die auch klasse 7m verwandeln können. Angebracht wäre es aber auch, Noah die Last der Verantwortung zu nehmen. Er ist ein wunderbarer Spieler. Er kann 7m werfen - gar keine Frage, ihm gehört die Zukunft. Aber wir haben (Gottseidank) auch wieder unseren Richie Wöss wieder dabei und alle wissen wie gut und cool er gerade bei 7m ist. Warum also ein Nachwuchtalent belasten, wenn wir einen Profi haben? Richie hat Spaß am Spiel und Noah sollte es auch haben.


Simon goes Trump

Am Sonntag ist es nun soweit, Simon Keller bestreitet sein letztes Spiel für den TUSEM - in dieser Saison - .Simon, wir wünschen Dir dazu natürlich alles Gute. Viel Erfolg auf Deinem beruflichen Weg, genieße den Aufenthalt und gewinne viele schöne Eindrücke. Klar, dass wir Dich hier alle vermissen werden aber besser, Du bist ein halbes Jahr nicht da, weil Du gewissenhaft an Deinem beruflichen Weiterkommen arbeitest als dass Du Dir eine Verletzung zuziehst. Also pass bitte gut auf Dich auf, damit wir Dich dann gesund und munter zurück hier in Essen begrüßen dürfen und Du dann auch wieder ganz viel Lust auf Handball hast. Schließlich wollen wir dann gemeinsam mit Dir, den Weg in Richtung 1. Liga einschlagen. Bis zu unserem Wiedersehen hoffen wir auf viele interessante Neuigkeiten von Dir in den sozialen Netzwerken, damit wir Dich im nächsten halben Jahr nicht ganz so arg vermissen.


Warum Handball die geilste Sportart ist

Was erwartet der Zuschauer und Fan, wenn er sich ein Spiel ansieht? Klar er möchte natürlich, dass sein Team gewinnt. Aber was ist, wenn es eng wird, der Gegner bis kurz vor Spielende führt und doch ein Unentschieden am Ende auf der Tafel steht? Dann tritt so etwas ein wie heute Am Hallo. Zum Spielende stehen über 2.000 Menschen in der Halle schreien,  klatschen, trommeln, dass man meint, das Hallendach hebt gleich ab. Und warum? In der 1. Halbzeit hat ihr Team nicht wirklich gut gespielt. Die Gastmannschaft wirft ein Tor nach dem anderen und das  Spiel scheint so gut wie gelaufen. Aber in Teil 2 kämpfen die Gastgeber nicht nur, sondern werfen Tore, stellen die Deckung besser und auch dem Torhüter gelingen mehr und mehr Paraden und so kämpfen sie sich langsam heran. So geschieht es dann, dass über 2.000 Leute fast ausrasten und alles tun, um ihr Team nach vorne zu puschen. So ist am Ende ein Punkt gewonnen aber gleichzeitig ist es nur Recht, dass der Gast mit einem Punkt nach Hause fahren kann. Was an diesem Tag nicht geschah: es wurde heute noch kein neuer Held geboren. Der letzte 7m ging halt nicht hinein (und der Sieg wäre eigentlich auch nicht gerecht gewesen). So endete es damit, dass heute nur einer traurig war und den hätten gerne alle Anwesenden getröstet. Aber seine Zeit, nicht nur einer der besten Spieler, sondern der Held des Spiels zu werden, kommt auch noch.


Ist der Knoten geplatzt?

Nach dem letzten Heimspielkrimi gab es nun in Würzburg ein Auswärtsspiel bei einem Team, das sich durchaus Hoffnungen auf den Aufstieg machen kann. Klar, das ein Sieg nicht einzuplanen war und Rimpar auch gleich zeigte, dass sie zu den besonders heimstarken Mannschaften gehören. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie in  Halbzeit eins den Vorsprung auf bis zu 7 Toren aufbauten. In dieser Situation wäre in der Hinrunde das Spiel für den TUSEM verloren gewesen aber das hat sich in der Rückrunde grundlegend geändert. Offensichtlich haben die Spieler den Glauben an sich selbst wiedergefunden und zeigten auch am Samstagabend, dass sie ein solches Spiel noch drehen können. Es ist zwar immer noch eine sehr enge Geschichte in der Tabelle, da der Abstand vom derzeitigen Tabellenplatz 12 bis zum Abstiegsplatz erst "noch" nur 2 Punkte beträgt und am nächsten Freitag der ASV Hamm kommt, der von diesem Platz mit Sicherheit weg möchte. Aber mit diesem Selbstvertrauen, dem Können und auch einer Heimstärke, die von den Fans noch verstärkt werden kann, besteht die berechtigte Hoffnung, dass nun der Knoten endlich geplatzt ist und es weiter in Richtung einstelliger Tabellenplatz geht. Und so ganz nebenbei: bei der Nationalmannschaft ist ja ein ganz wichtiger Punkt, dass es zwei gleich gute Torhüter gibt, die sich je nach Tagesform abwechseln können und auf dieser Position geht es dem TUSEM genauso gut und komfortabel wie dem deutschen Nationalteam. Ein Rückhalt, der nicht unerheblich ist.


Ein Glücksbringer aus Österreich

Plötzlich platzte der Knoten, auf einmal zeigten sie wieder was sie wirklich können, und da war sie auch wieder: die lautstarke Unterstützung von den Rängen. Was war geschehen? Anfang Februar kam der TUSEM aus der Winterpause und verlor auch glatt die ersten beiden Spiele. Es sah böse aus. Nur fünf Tage lagen dann zwischen dem Tiefpunkt in eigener Halle und einem tollen Wiedererwachen. Was hatte sich geändert, wie kam es, dass sie plötzlich wieder mit starkem Selbstbewußtsein zeigten, was sie wirklich können? Beim Spiel gegen Friesenheim merkte man jedem einzelnen an, dass er nicht in die 3. Liga absteigen möchte und dazu kam dann wohl auch noch ein Glücksbringer aus Österreich. Er hat sie wohl angesteckt mit dem Virus der Sicherheit, Leichtigkeit und Freude am Spiel. Mit den Erfolgen gegen Friesenheim und Rostock sollte es nun auch bei den nächsten Aufgaben leichter gehen und der TUSEM weiter auf der Erfolgsschiene bleiben.


Rückrunde 2017

Ohne Übertreibung: nun geht es um alles. Denn wer will schon, dass der TUSEM absteigt? Um das zu vermeiden, muss etwas geschehen. Da reicht es nicht, immer wieder zu betonen, dass man es besser kann und dass man eine Schüppe drauf legen will. Da müssen alle - aber wirklich alle - sich nicht nur bemühen, sondern wirklich alles geben und das gilt nicht nur für die Spieler auf dem Feld. Und wenn der TUSEM sich retten will, muss jeder, der da nicht mitzieht eben gehen. Der TUSEM hat glorreiche Zeiten hinter sich, die in den nächsten Jahren (leider) nicht zu erreichen sind aber man sollte sich wenigstens bemühen, den Namen in Ehren zu halten. Diese Bemühungen sind aber weniger und weniger zu spüren. Es kann nicht angehen, dass man ratlos ist und nicht mehr weiß, warum sind wir eigentlich so schlecht? Und wenn das so ist, dann wird es Zeit sich guten Rat zu holen.


Neues Jahr und Neuanfang?

Das neue Jahr steht kurz bevor, während das alte sportlich denkbar schlecht zu Ende geht. Nun heißt es also bis zum Start im Februar nicht nur gute Vorsätze auszudenken, sondern diese in Taten umzusetzen, nicht darauf hoffen, dass irgendwann sich alles bessert. Wenn der eingeschlagene Weg immer mehr nach unten geht, dann muss man ihn verlassen und einen anderen Weg einschlagen. Daher wünschen wir unserem TUSEM für das neue Jahr, dass er wieder in die Erfolgsspur zurück findet und die Verantwortlichen dafür die richtigen Entscheidungen treffen.


Es reicht noch nicht

Der Aufwärtstrend war da und dann kam doch wieder ein Tiefpunkt. Drei Spiele in Folge gewonnen und dann diese Niederlage gegen Bad Schwartau. Sicher, die ewigen Optimisten werden jetzt sagen, in Bad Schwartau kann man verlieren. Klar, das ist dem TUSEM schon mehr als einmal passiert aber selten hat man sich dort so abschlachten lassen. Und hier sollte man im Hinblick auf die kommenden Spiele auch nichts beschönigen und betonen, dass sie ja gekämpft haben. Das reicht eben nicht. Auch das technische Können muss immer wieder abgerufen werden und das gilt nicht nur für die Spieler! Aber es kann ja nur besser werden. Bis zur Pause ist es nicht mehr lange und die Finanzen beim TUSEM scheinen sich ja erheblich verbessert zu haben, so dass jetzt sicher auch Geld für das Team und Verstärkungen auf der Platte und auf der Bank da ist.


Eine Kopfsache

Das ist es wohl beim TUSEM. Am Sonntag zeigte das Team, was in ihm steckt. Voll konzentriert, mit dem Willen zu siegen und ohne Angst vor dem Gegner. Wieso nicht immer so? Ausgerechnet der Tabellenführer war zu Gast. Also konnte man nicht unbedingt mit einem Sieg rechnen aber das schien auch wieder eine Last von den Spielern zu nehmen. Hinzu kam die Sicherheit, die ein Sebastian Bliss im Tor ihnen vermittelte und ein Michael Hegemann, der das Team hervorragend führte und selbst von der Bank aus das Spiel leitete. Auffällig, das im Gegensatz zu den letzten Spielen der Ball erheblich weniger verloren ging. Mit dem Schwung dieses Sieges und der Konzentration und dem Willen wie am Sonntag sollte auch beim starken Aufsteiger Konstanz etwas möglich sein. Hoffentlich ist dann auch "Rückraumshooter" Michael Kintrup wieder auf der Platte und somit das Team noch ein Stück stärker.


Sicher überwintern?

Im Fußball gibt es Vereine, die gerne vor der Winterpause sicher in Europa überwintern möchten. Der TUSEM kann (vorerst?) nicht mehr in diesen Regionen denken. Hier gilt es aber auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz und in Richtung des gewünschten einstelligen Platzes bis nach der WM zu überwintern. Zeit dazu, dies zu erreichen, ist noch allemal. Es ist ja auch erst ein Viertel der Spiele vorbei, also Zeit genug, das gesetzte Ziel zu erreichen, insbesondere da die Verletztenliste wieder kleiner geworden ist. Wenn nun die Fehler der letzten Spiele abgestellt werden und aus einer stabilen Abwehr heraus überlegt nach vorne gespielt wird, dann sollte mindestens Am Hallo kein Punkt mehr verloren gehen und auch auswärts wieder Chancen für den einen oder andern Punkt bestehen. Es gilt also, am Freitag die Fans wieder zu begeistern, damit sie am kommenden Mittwoch auch zahlreich in Nordhorn vertreten sind, um das Team zu unterstützen und nicht nur, um ein Wiedersehen mit Lasse Seidel zu  feiern (auch wenn wir uns alle natürlich darauf besonders freuen). Noch ein kleiner Tipp für alle, die nicht unbedingt am Sonntagabend auf den Tatort im Fernsehen warten: TUSEM 4 spielt um 19.30 Uhr am 13.11.2016 gegen die 2. Mannschaft der SG Altendorf in der Goetheschule (Walter-Sachsse-Weg 13). Sie würden sich schon freuen, wenn auch sie mal ein paar mehr Zuschauer/Fans dabei haben.


Falsche Taktik

Kein Zweifel, die Mannschaft hat heute im Spiel gegen Bietigheim alles gegeben und dem Tabellenführer einen Punkt abgetrotzt. Aber trotzdem kann man sich darüber nicht nur freuen. Es hätte ein Sieg werden können aber dafür hatte man die falsche Taktik angewandt,. 45 Minuten gab das Team alles und spielte immer wieder einen 6-Tore-Vorsprung heraus. Aber dann kam bei den wichtigsten Protagonisten der Punkt, an dem nichts mehr ging und sie auf gut deutsch "platt" waren. Hier wäre nun Erfahrung und Geduld gefragt gewesen aber statt dessen kam man nicht mehr gegen die Bietigheimer Abwehr an, das gegnerische Tor wurde nicht mehr getroffen, es schlichen sich Fehler ein und es wurde die falsche Taktik angewandt. In den letzten 10 Minuten hätten Spieler mit Erfahrung eingesetzt werden müssen, die in der Lage sind den Ball zu halten und im richtigen Moment den Abschluss zu suchen. Während Bietigheim beim Zeitspiel genau wusste, dass nun der Abschluss fällig war, ist es wohl beim TUSEM noch nicht durchgedrungen, dass nach dem Handzeichen des Schiris nur noch 6 Pässe zulässig sind. Eine Reihe von Fehlern, die schließlich zum Punktverlust führten. Aber das kann man nicht den Spielern ankreiden, die 60 Minuten alles geben. Auch wenn man ja eigentlich keine Einzelspieler loben soll, heute war es natürlich wie immer Michael Hegemann, dazu hat Sebastian Bliss mit diversen Paraden geglänzt und besonders auffällig heute Malte Seidel, der eine ganz hervorragende Leistung zeigte und dafür sorgte, dass der Bietigheimer Angriff große Schwierigkeiten bekam.


Ein rundum gelungenes Wochenende

Am Freitagmorgen ging es los Richtung Metzingen. Ein paar kleine Staus, kurze Kaffeepausen und schon waren die ca. 450 km Richtung Süden geschafft. Kurz im Hotel einchecken und dann ab ins Outletcentrum. Man kommt ja einfach nicht vorbei an diesen Läden, auch wenn man nun wirklich nichts kaufen möchte und so war es schon gut, dass man am Abend ja noch einen sehr wichtigen Termin hatte. In der Hofbühlhalle dann das freudige Wiedersehen mit unseren Freunden unter den Neuhausener Fans und ein die ersten "Fachgespräche" und Spekulationen mit den anderen Essener Fans, die sich ebenfalls auf den langen Weg gemacht hatten. Der Spielverlauf war dann mal wieder nichts für schwache Nerven. Erst die pure Verzweiflung, als unser Team nach dem ersten Tor lange brauchte, um ins Spiel zu finden. Aber dann zeigte sich bereits ein großer Unterschied zum ersten Auswärtsspiel in Friesenheim. Es wurde nicht nur gekämpft, sondern auch technisch besser gespielt. Auch wenn man zugestehen muss, dass Neuhausen wichtige Spieler verletzt hat, so war der Sieg in jeder Hinsicht verdient. Kein Wunder, dass der anschließende Jubel besonders laut ausfiel. Man soll sich zwar nicht an Statistiken klammern aber es ist auch bezeichnend, dass Michael Hegemann bei den Torschützen mit ganz oben steht. Man kann dem TUSEM nur empfehlen, ihn unterhalb der Woche "in Watte zu packen". Die Freude über diesen Sieg soll nun nicht darüber hinweg täuschen, dass vieles noch nicht sicher klappt aber es war ein ganz klarer Fortschritt zu erkennen und wenn der Lernprozeß so weitergeht, dann kann man sich auf die Zukunft  freuen. So war es klar, dass wir in netter Runde bei leckerem Essen und gutem Wein an diesem Abend noch lange gefeiert haben. Am Samstag ging es dann nach einer weiteren Shoppingtour zum kulturellen Teil. Schloß Lichtenstein und die Burg Hohenzollern standen auf dem Programm und da das Wetter mitspielte, war eins ganz klar: dieser Ausflug muss im nächsten Jahr wiederholt werden.


 Kampfgeist und "Mister Zuverlässig"

Viel Lob kassierte ja wieder die Ausbildung der Jugendabteilung, die mit Sicherheit in Zukunft durch Locke noch besser wird. Aber in Emsdetten zeigt sich, was besonders wichtig ist, wenn es heißt im Profibereich zu bestehen. Da waren es die leichten Fehler, die immer wieder zu Rückschlägen führen, nicht zuletzt, weil den jungen Spielern noch oft die Coolness in schwierigen Situationen fehlt (mal ausgenommen die absolut coole Nr. 2). Hier muss also noch viel gearbeitet werden und die Sicherheit kommen. Im Gegensatz zum Spiel in Friesenheim zeigte sich in Emsdetten aber, dass sie kämpfen können und es auch bis zur letzten Sekunde tun. Der richtige Weg ist also eingeschlagen und man hat gesehen, dass es geht aber auch noch besser werden kann. Ganz abgesehen davon, dass ja auf einen immer Verlass ist: Michael Hegemann ist einfach nur gut. Kein Wunder also, dass die mitgereisten Fans ebenso wie die Mannschaft nach dem Spiel doch recht zufrieden mit dem Punktgewinn waren. Denn so wirklich damit gerechnet hatten sie nicht. Nun kann man ja auch mal für das Spiel in Neuhausen etwas erhoffen. Vielleicht machen sich ja doch ein paar Fans mehr auf den Weg in den Süden.


Fehlstart in Ludwigshafen

Es war eigentlich ein schönes Wochenende. Sicher ist Ludwigshafen nicht unbedingt ein Ort für Urlauber aber die Menschen sind nett, bei schönem Wetter kann man herrlich am Rhein sitzen und bei gutem Wein und leckerem Essen einen sehr schönen Abend verbringen. Allerdings war dann zwischendurch dieses Handballspiel, das überhaupt nicht zufriedenstellend war. Klar, mit einem Sieg war nicht zu rechnen aber doch mit etwas mehr Gegenwehr. Schlechte Abwehr, schlechter Angriff - muss man leider so sagen. "Kopf hoch und weiter so, Jungs" ist hier absolut fehl am Platze. Es kann nur heißen: "üben, üben, üben" und hart arbeiten. Von Einzelaktionen muss es übergehen zur Teambildung und vor allem brauchen gerade die jungen Spieler viel mehr Unterstützung von der Bank, besonders wenn sich der Gegner als extrem stark herausstellt. Bis zum "Team TUSEM Essen" ist noch ein weiter Weg aber es ist nicht unmöglich, wenn alle daran mitarbeiten und von Platz 20 bis Platz 9 ist schließlich noch ein weiter Weg. Gegen Rostock gibt es wieder den Heimvorteil, den der TUSEM in den letzten Jahren oft gut ausgenutzt hat und daran sollte sich nichts ändern. Und dann sind es sicher auch wieder mehr Fans, die auch auswärts das Team gemeinsam mit uns unterstützen und lauter lustige Sachen erleben. Ob es nun mitten in der Nacht der Opernsänger auf dem Balkon eines Hochhauses ist, das Parkhaus, das nur etwas für Leute ohne Drehschwindel ist, die Schranke, die sich für einen Elektroschocker hält oder auch die Möchtegern-Motocrossfahrer auf der städtischen Wiese. Es gibt viel lustiges Nebenher zu erleben, also auf ein Wiedersehen in Emsdetten und Neuhausen.


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