Saison 2014/15


Drin geblieben!

Vor den letzten beiden Heimspielen steht es fest, der Klassenerhalt ist geschafft. In den letzten Minuten wurde es zwar in Hüttenberg noch spannend aber das lag wohl hauptsächlich daran, dass der TV Hüttenberg sich mit Anstand aus der Liga verabschieden möchte. Da Saarlouis gleichzeitig nicht punkten konnte, kann der TUSEM nun die Spiele gegen Rostock und Bittenfeld ohne Druck angehen. Das heißt aber auch, dass die Mannschaft auf alle Fälle zu Hause noch einmal ihr Bestes geben wird. Die Fans werden sich darauf freuen und besonders darauf, dass auch die Spieler dann Einsatzzeiten bekommen, die in dieser Saison gute bzw. Super-Leistungen gebracht aber kaum Einsätze bekommen haben.


Zwei Punkte!

Sie waren wichtig, sie wurden erreicht und am Ende zählt eigentlich nur das. Denn das Spiel in Baunatal kam wie es oft in solchen Situationen passiert. Baunatal hat Insolvenz angemeldet, hat nichts mehr zu verlieren und hat andererseits eine Mannschaft, die gut ist und auch zeigen möchte was sie kann.  Dagegen war TUSEM gezwungen zu gewinnen, um einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. So kam, was kommen musste, Baunatal ging flott ins Spiel und Essen war einfach zu ängstlich. TUSEM schaffte erst nach 15 Minuten den Ausgleich und ging dann bis zur Halbzeit in Führung. Als dann in der 47. Minute wieder der Ausgleich fiel, sah es für Essen arg böse aus aber dann zeigte die Mannschaft ganz große Moral, ausgelöst durch Lasse Seidels Führungstreffer und zog endgültig davon. Am Ende stand nur noch Freude und Erleichterung bei Mannschaft und 9 mitgereisten Fans.Schade, dass es nun der erste und vorerst letzte Besuch in Baunatal war, ein nettes Städtchen mit netten Leuten, gutem Essen und einem hervorragenden Sportcenter aber wohl leider zu wenig Geld und zu wenig Interesse am Sport, denn nur 278 Zuschauer bei einem Bundesligaspiel sind einfach zu wenig. Das sollte eine Warnung für alle anderen sein: "ohne Moos nix los".


Rettet Lasse Seidel den TUSEM?

Nicht erst seit dem Sieg gegen Hamm kann man diese Frage wohl mit ja beantworten. Das soll jetzt keineswegs die Leistung aller anderen Spieler schmälern aber 16 Tore in einem Spiel ist schon eine Hausnummer, und es ist ja nicht nur der reine Torerfolg sondern auch die Spielerpersönlichkeit. Ein Spieler mit einer Vorbildfunktion, der seine Mitspieler mitreisst, selbst mit einer Verletzung noch die Verantwortung übernimmt und trotz allem kein Fünkchen Arroganz oder Abgehobenheit an den Tag legt. Wo beim Fußball ein Sebastian Schweinsteiger praktisch als deutscher Held gefeiert wird, weil er einmal auf die Zähne gebissen und weitergespielt hat, da ist es bei ihm eine Selbstverständlichkeit und er verschwindet ohne große Worte in der Kabine. Aber klar muss auch gesagt sein, dass sich die Mannschaft nach der schlimmen Vorstellung in Dormagen sehr gut gefangen hat und besonders nach dem zeitweiligen Einbruch zu Beginn der zweiten Hälfte das Spiel in den Griff bekam. Damit schwanden dann auch die Sorgenfalten der Fans, die aufgrund des Fehlens von Michael Hegemann entstanden waren, dem wir auf diesem Wege eine baldige und gute Genesung wünschen. Wieder einmal ein Handballkrimi, der die Nerv en arg strapazierte aber mit einem umso schöneren Ergebnis. Wobei auch festzuhalten bleibt, dass die Position, die dem TUSEM eigentlich nie Probleme bereitete, auch in diesem Team wieder einmal Spitze ist. Mit Blissi und Carlos haben wir zwei klasse Torhüter, um die uns so manche andere Mannschaft beneiden kann. Gegen Hamm war es nun Blissi, der mit verantwortlich für den Sieg war. So sieht auch die Tabellensituation ein klein wenig besser aus und nachdem ja in Dormagen auch einmal die Fans zum Auswärtsspiel gefahren sind, denen die Fahrten sonst zu weit sind, können wir ja hoffen, dass sie alle auch in Baunatal dabei sind. Schließlich ist das kaum weiter und ein Klacks für die Fans, die auch die weiten Fahrten auf sich nehmen. So dürfte es im Mai noch spannend werden, wenn es nach Saarlouis und Hüttenberg geht. Da diese Spiele Samstags sind, eine Gelegenheit für "alle" echten Fans, die Mannschaft auch auswärts zu unterstützen.


Sonnenschein trotz Regen

Die Mannschaft vom TUSEM bescherte den Fans mit ihrem klaren Sieg gegen Neuhausen ein sonniges Wochenende, da der ärgste Konkurrent Dormagen patzte und auch Saarlouis gegen Coburg nicht gewinnen konnte. Mit 3 Punkten vor Dormagen und 1 Punkt vor Saarlouis ist der 15. Platz zwar nicht gesichert aber nun ist der Druck, am Donnerstag gegen Dormagen gewinnen zu "müssen" etwas genommen. Auf der anderen Seite steigt aber auch die Hoffnung, jetzt auch auswärts weiter zu punkten, da die Leistungssteigerung in den letzten Spielen doch unübersehbar war. Wenn bis vor Kurzem ab der 40. Minute das Zittern auf den Tribünen begann, ob der oft hohe Vorsprung bis zum Spielende gehalten werden könnte, wird von dem Team inzwischen auch ein Rückstand in einen Sieg verwandelt. Manch einer reibt sich da auf den Rängen die Augen über diesen Wandel. Einfach gesagt: "der Knoten ist geplatzt". Der Jubel darüber war am letzten Freitag unüberhörbar. Nun sollte es am Gründonnerstag in Dormagen für den TUSEM eine Heimspiel-Atmosphäre geben. Die Hallen sind ja fast identisch. Nun sollte auch der Essener Block ausgebucht sein.


Unverhofft kommt doch noch

Dass der TUSEM sein Heimspiel gegen die hoch ambitionierten Wölfe aus Rimpar gewonnen hat, war schon etwas überraschend. Auch wenn die Heimbilanz des TUSEM sehr positiv ist, konnte man ja nicht erwarten, dass sie auch gegen den Tabellendritten gewinnen. Offensichtlich war in diesem Spiel der berühmte Knoten geplatzt, denn die Mannschaft behielt bis zum Schluß die Nerven und zog ihr Spiel durch. Dass der TUSEM dann auch noch in Lübeck punkten konnte, war allerdings ebenso unwahrscheinlich wie die Tatsache, dass Bayern München mal wieder ein Heimspiel verliert, denn die Auswärtsbilanz gegen Bad Schwartau sah in den letzten Jahren immer recht negativ aus. Positiver dagegen sieht nunmehr die Tabellenposition aus. Es ist zwar nur ein Punkt zum Abstiegsplatz, auf dem nunmehr wieder Dormagen steht aber es ist auch nur ein Punkt Abstand zu Platz 15. Nun kommt es also darauf an, den positiven Trend in den Heimspielen fortzusetzen und bei den Auswärtsspielen für weitere Überraschungen zu sorgen. Daher auch noch mal zur Erinnerung: Gründonnerstag führt der Weg nach Dormagen.


Abstiegskampf?

Unter dieser Überschrift erschien hier unsere Kritik nach dem 5. Spieltag. Nun ist der 27. Spieltag vorbei. Hat sich etwas geändert? Waren unsere Vermutungen falsch? Besteht immer noch keine Abstiegsgefahr?

Jetzt werden die Nicht-Kritiker sicher wieder sagen, das ist Quatsch, es ist früh in der Saison und es kann sich alles noch ändern und so wie im Fußball Paderborn sicher nicht Deutscher Meister wird, wird TUSEM auch nicht in die 3. Liga absteigen. Aber ist wirklich beides gleich wahrscheinlich? Doch wohl nicht. Es sind zwar erst 5 von 38 Partien gespielt aber der TUSEM steht punktgleich mit den Mannschaften, die auf einem Abstiegsplatz stehen und bereits 8 Punkte hinter dem Tabellenersten. Entgegen früheren Plänen will man ja aufgrund der finanziellen Verhältnisse vorläufig nicht wieder aufsteigen und strebt lediglich einen  Platz unter den ersten 10 an. Nach dem Verlust der Spielerpersönlichkeiten der letzten Saison wird dies aber schon ein schwer zu erreichendes Ziel sein, Nach der Niederlage beim Tabellenletzten kommt mit Coburg nun ein Team mit großen Ambitionen. Um den ersten Heimspielsieg einzufahren, muss das Team nun am Freitag mehr als 100 % bringen und unsere beiden Führungsspieler müssen wieder mal 60 Minuten durchspielen. Sollten dann auch wieder die genialen Tempogegenstöße wie im Spiel gegen Aue gelingen, dann ist ein Punktgewinn möglich aber wird das klappen und wie lange halten unsere Jugendspieler noch durch bzw. wie lange brauchen sie, um zu gestandenen Zweitligaspielern zu reifen, so dass ein Verbleib in der 2. Liga möglich wird? Der einfachere Weg ist natürlich die Verpflichtung von erfahrenen guten Spielern, was aber wohl nur bei Verbesserung der Finanzen möglich ist.


Auswärtsspiele

Heute Abend geht es darum, in Emsdetten Punkte zu holen, die sicher nicht einkalkuliert aber vielleicht doch zu holen sind. Wer also noch unentschlossen ist, was er heute Abend bei diesem kalten und dunklen Wetter machen soll, im Gästeblock in Emsdetten sind noch reichlich Plätze frei und 1,5 Std. Fahrt ist ja nun wirklich nicht lang. Also ab auf die HP von Emsdetten, Plätze aussuchen und Karten ausdrucken. Vormerken sollte man sich schon einmal Bad Schwartau am 21.3. Schließlich ist Marmeladenstadt immer eine Reise wert und wie die langjährigen TUSEM-Fans wissen, leben dort ganz viele nette Leute und es gibt tolle Hotels. Wichtig ist aber besonders der Termin am Gründonnerstag. Bitte reserviert Euch alle den 2.4.2015. An diesem Tag muss der TUSEM in Dormagen antreten und da sich zwischen diesen beiden Teams offensichtlich entscheidet, wer in der 2. Bundesliga bleibt und wer  absteigen muss, ist die Unterstützung dort enorm wichtig.


Dormagen oder Essen?

Darauf scheint es augenblicklich im Kampf um den Nichtabstiegsplatz hinaus zu laufen. Beim letzten Heimspiel gegen Eisenach gelang es nur mit viel Glück, die Punkte in Essen zu halten obwohl man zwischenzeitlich mit 6 Toren geführt hatte. Aber es war auch ein Spiel, das den Zuschauern Spaß machte, daran hatten diesmal die Außen einen maßgeblichen Anteil. Im Gegensatz dazu brach das Team in Aue in der zweiten Halbzeit wohl komplett zusammen und schaffte es auch diesmal nicht, den zweiten Auswärtssieg dieser Saison einzufahren. Da half es auch nicht, dass für einige Minuten auch unsere internationalen Spieler Peter Hornyak und Carlos Vegas Donderas eingesetzt wurden. Dafür war ihre Einsatzzeit zu kurz. Nun ist ein Heimsieg gegen Hildesheim schon Pflicht ehe es zum Tabellensechsten Coburg geht. Dafür muss allerdings die Wurfausbeute besser werden und die Mannschaft 60 Minuten "durchhalten".


Die Rückrunde ist gestartet

Am zweiten Weihnachtstag gelang der Bundesligamannschaft des TUSEM ein hart erkämpfter, glücklicher Sieg über Nordhorn. Diesmal gelang es, den Sieg in den letzten Sekunden zu verteidigen und eine Punkteteilung zu vermeiden. Spannend wurde es, als ein 6-Tore-Vorsprung immer mehr zusammen schmolz aber auffällig dieses Mal, dass der TUSEM auf die Umstellung des Gegners auf eine offensive Deckung eine Antwort fand und das eigene  Spiel ruhig durchzog. Wie so oft zuvor war es eine kompakte Mannschaftsleistung bei der man aber sicher neben Sebastian Bliss mit mindestens 20 Paraden Paul Trodler hervorheben sollte, der nicht nur in der Deckung harte Arbeit leistete. sich hinter Michael Hegemann als zweitbester Torschütze einordnete, sondern auch noch nach seiner roten Karte von der Tribüne aus mit arbeitete.  Erschöpft aber froh konnte das Team den "Nichtabstiegsplatz" feiern, den zu erreichen sich alle gewünscht haben. Nun gilt es diesen Platz zu halten, was gegen Leipzig sicher sehr schwer wird, denn die Leipziger haben ein besonderes Ziel und brauchen dafür jeden Punkt. 


Ein Wort in eigener Sache

Diese Seite ist eine unabhängige Handballseite gestaltet von TUSEM-Fans. Was wir hier berichten ist sicher unsere subjektive Meinung, zu der wir aber wie jeder andere im Rahmen der freien Meinungsäußerung berechtigt sind. Dazu gilt als Erstes aber folgendes zu sagen: auf dieser Seite und auch in den anderen sozialen Medien wird die Bundesligamannschaft des TUSEM und ihr Trainer niemals in Frage gestellt. Wenn wir bei verlorenen Spielen unsere Meinung über die Gründe dafür schreiben, so ist das auch unser gutes Recht, wobei auch niemals eine Schuldzuweisung in Richtung der Mannschaft ging. Wir verwahren uns dagegen, dass dies von einigen wenigen Leuten behauptet wird. Unsere Kritik geht immer an die Adresse der TSM GmbH. Sie hat zu verantworten, dass zum Beginn der Saison wieder einmal ein komplettes Team ausgetauscht wurde, dass ein fast 6stelliges Minus zu Buche steht nicht zuletzt aufgrund der von der Geschäftsführung den Fans gegenüber eingestanden Fehler im Bereich des Marketings, dass trotzdem teure Leute für die Verwaltung eingestellt werden aber an der Mannschaft gespart wird, dass Sponsoren nicht mehr bereit sind, den TUSEM zu unterstützen, dass Leute die Jahrzehnte für den TUSEM gearbeitet haben - ehrenamtlich oder auch mit besonders viel Engagement hauptamtlich - weg gegangen sind und als Krönung des ganzen sogar der Präsident des Hauptvereins nach 60 Jahren den TUSEM verlässt, weil er diese Art und Weise nicht mehr vertreten kann. All diejenigen, die vom TUSEM bezahlt werden und der Meinung sind, sie müssten nun die Fans kritisieren, sollten jetzt einmal mit sich ins Gericht gehen und überlegen ob es nicht besser ist zu schweigen wenn man Geld aus einem Verein zieht, der bereits mehr als 1/3 des Etats für die Verwaltung ausgibt. Es ist schon ein sehr peinliches Verhalten, diejenigen zu kritisieren, die seit Jahren nicht nur mit ihren Dauerkarten und ihrer ehrenamtlichen Arbeit den Verein unterstützen, sondern auch noch in den schlechten Zeiten die Mannschaft zu den Auswärtsfahrten begleiten und das nicht nur zu solchen Orten wie Hamm, die gerade mal hier um die Ecke sind. Die Fans werden weder vom Verein noch von der TSM bezahlt oder unterstützt - ganz im Gegenteil, sie opfern Freizeit und Geld dafür. Wohl gemerkt, sie tun das gerne: für das Team aber nicht für die Verwaltung!

Für all diese Leute, die meinen für die Krise des Vereins die Fans verantwortlich machen zu müssen, noch einmal ganz deutlich: wir unterstützen diese Mannschaft ebenso wie alle anderen Mannschaften zuvor auch wenn wir weiter es als großen Fehler bezeichnen, dass immer wieder gute Spieler weg geschickt werden und es den jungen Talenten der derzeitigen Mannschaft unnötig schwer gemacht wird, wenn ihnen zu wenig erfahrene Spieler zur Seite gestellt werden. Wir haben einige Spieler dabei, die das Zeug für die 1. Bundesliga haben aber diese Chance wird ihnen verbaut, weil sie im Abstiegskampf stehen und möglicherweise in der 3. Liga landen, statt wie von der Geschäftsführung versprochen, demnächst wieder in der besten Liga der Welt zu spielen.


Da blitzte Handball auf

Es war eigentlich klar, dass die Füchse gewinnen würden aber dass dies mit so einem "geringen" Torunterschied geschah, lag nicht nur daran, dass sie mit angezogener Handbremse spielten. Beim TUSEM gab es für sie zwei gleichwertige Gegenspieler in Michael Hegemann und Paul Trodler. Dass diese beiden wieder auf hohem Niveau spielten war klar aber den größten Applaus bekamen heute drei junge Spieler. Auf der einen Seite ein Lasse Seidel, der nach seiner Verletzung immer sicherer wird und bei einigen Ballpassagen seine Spielintelligenz demonstrierte, auch wenn nicht jedes Tor gelang. Peter Hornyak bewies nicht nur mit dem Highlight des Spiels "einem genialen Pirouettentor" zu dem er aufgrund eines Fouls gezwungen wurde, wie wichtig er für den TUSEM ist und Marcus Bouali zeigte heute, dass er ein richtig guter Rückraumshooter ist. Da auch Carlos Donderis Vegas im Tor wieder eine hervorragende Leistung brachte, dürften die echten Essener Fans unter den Zuschauern wieder Hoffnung für die Zukunft geschöpft haben, alles natürlich unter der Voraussetzung, dass so bald wie möglich der Kader erweitert wird, denn das haben ja heute wieder alle gesehen, ohne Michael und Paul sähe es böse aus und wie gut könnte es aussehen mit noch mehreren von dieser Art, die auch im Ligaalltag den jungen Spielern Sicherheit geben, wenn der Druck des gewinnen müssens auf ihnen lastet.


Ohne Erfahrung geht es nicht

Das hat sich am letzten Wochenende in Rimpar wieder gezeigt. Ohne die Erfahrenen hätte es wohl schlimm um den TUSEM ausgesehen. Aber es ist eben immer wieder erstaunlich, welche Leistung Michael Hegemann in jedem Spiel bringt. Hinzu kommt, dass wohl auch einiges anders gelaufen wäre, hätte man Paul Trodler auch in den letzten beiden Jahren dabei gehabt. Schade nur, dass dies so wenig beachtet wird. Als Fan des TUSEM kann man nur hoffen und beten, dass die beiden unverletzt bleiben. Man mag sich kaum vorstellen, was mit unserer jungen Truppe geschieht, wenn sie im Abstiegskampf auf sich allein angewiesen ist. Das sollte hier jedoch nicht wieder von einigen als Kritik an der Mannschaft angesehen werden, es ist ganz klar Kritik am Management. Die Fans wissen, dass die jungen Spieler Talent haben und kämpfen können und sie unterstützen sie wie bisher immer und egal ob sie siegen oder verlieren. Verunsichert werden die Spieler, wenn sie auf der Platte allein gelassen werden, weil zu wenig erfahrene Spieler da sind, die ihnen zur Seite stehen und wenn ihnen außerhalb des Trainings keine persönliche Betreuung auch im privaten Bereich zur Verfügung steht. Der Verein hat ihnen gegenüber eine soziale Verantwortung zu leben und muss ihnen die Hand zur Persönlichkeitsbildung reichen. Nur dann kann von einer wirklich guten Ausbildung der Jugend gesprochen werden und für den TUSEM besteht die Chance, dass endlich auch einmal ein Team länger als 1 Jahr zusammen bleibt. Die wirtschaftlichen Vorteile einer solchen Arbeit liegen auf der Hand.


Die Körpersprache hat es gezeigt

Anders als in den bisherigen Spielen traten die Spieler heute von Anfang an ganz anders auf. Mit dazu bei trug natürlich auch, dass endlich wieder Lasse Seidel auf der Platte war. Er strahlte gleich von Anfang an eine Energie und einen Willen aus, dem sich seine Mitspieler wohl kaum entziehen konnten. Also auch kaum verwunderlich, dass er das erste Tor erzielte. Aber staunen kann man darüber, dass er mit seinen gerade mal 22 Jahren schon die Initiative ergreift und das Spiel trotz doppelter Manndeckung übernimmt. Eine hervorragende Entlastung für Michael Hegemann, der bisher als Spielgestalter nicht eine Minute Auszeit nehmen durfte. Überhaupt kristallisierte sich heute eine Mannschaft heraus, die sicherlich aufgrund der Jugend noch mit cleveren erfahrenen Spielern ergänzt werden muss und hier ist die Geschäftsführung noch lange nicht von ihrer Pflicht entbunden, Mittel und Gelder zu "organisieren", um ein schlagkräftiges Team zu schaffen, dass in dieser Saison nicht nur den Abstieg verhindert. Aber zurück zum Team, heute konnte Peter Hornyak mit seinen aussergewöhnlichen Fähigkeiten glänzen, da die Außen besser eingebunden wurden. Über Michael Hegemann kann man eben immer wieder nur staunen, er wirft die Tore, ist der absolute Spielgestalter und arbeitet sauber und effektiv in der Abwehr. Über Paul Trodler braucht man eigentlich keine Worte zu verlieren. Warum war er eigentlich mal weg? Dazu kommt ein David Hansen, der vielleicht noch nicht alle Zuschauer überzeugt hat aber von Spiel zu Spiel besser wird. Immerhin stehen heute 4 Tore zu Buche und Geduld hat sich immer noch ausgezahlt. Simon Keller ist auf dem Wege, nicht nur der Liebling der jungen weiblichen Generation zu werden, sondern auch der Handballfreaks, die die sogenannten "Kampfschweine" bevorzugen. Was er besonders in der 2. Hälfte an Willen und Kampf zeigt, alle Achtung. Ein bisschen unter geht leider immer die Leistung von Carsten Ridder, da es ja immer die Tore sind, die zählen und eine gute und solide Abwehrleistung von den Zuschauern selten zur Kenntnis genommen wird und es nicht immer als Anerkennung gesehen wird, wenn es  heißt, dass man sich auf ihn verlassen kann. Aber ohne die Zuverlässigen geht es eben nicht. Im Gegensatz dazu ist das Spiel von  Jonas Ellwanger nicht unauffällig und seine Tore macht er auch in jedem Spiel aber ein wenig muss hier wohl noch die "stürmische Jugend" etwas gezügelt und in etwas sauberere" Angriffe gelenkt werden. Und dann ist da noch unser Spanier. Carlos könnte - möglicherweise - Paul, der nun mal der erklärte Publlikumsliebling war und ist - ein wenig Konkurrenz machen. Er ist ein klasse Torhüter. Punkt! Aber diese Anspiele zu Tempogegenstöße, dieser Überblick, dass z. B. Stefan Nippes einfach zu oft zu weit vom Tor entfernt steht und dann noch dieses Tor, einfach Klasse.

So, dies war nun das Lob aber ohne Kritik geht es nun wirklich nicht. Diese Mannschaft ist gut, diese Mannschaft kann noch besser werden. Aber wenn diese Mannschaft nicht bald Unterstützung  von noch mehr älteren und erfahrenen Spielern bekommt, können sie mit ihrer Jugend die Saison nicht durchstehen. Man kann und darf diese tollen jungen Talente nicht verschleissen. Es kann nicht sein, dass der TUSEM zu einem Ausbildungsverein degradiert wird. Es bleibt die Forderung alles dafür zu tun, dass nicht nur der Klassenerhalt gewährleistet ist, sondern dass dieses Mal ein Team zusammen bleibt, dass in der kommenden Saison um den Aufstieg kämpft. Die Spieler haben das verdient und die Zuschauer erwarten es. Es ist illusorisch von all diesen Spielern zu erwarten, dass sie eines Tages in der 1. Liga spielen aber der TUSEM ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sie eine Chance dazu bekommen und dafür brauchen sie Hilfe.


Maulkorb für die Fans

Nachdem in letzter Zeit die Kritik an der Geschäftsführung immer lauter wurde, ist es nun so weit gekommen, dass auf der offiziellen Facebookseite der Bundesligahandballer die Fans aufgefordert wurden, nur noch Lob und Unterstützung für die Mannschaft zu posten und keine Kritik an der Arbeit der derzeitigen Geschäftsführung zu üben. Um auf unseren vorherigen Artikel zu verweisen: so etwas hat es beim TUSEM noch nie gegeben. Auch wenn es Streitgespräche waren, man hat immer miteinander gesprochen und die Fans wurden ernst genommen. Sie sind schließlich diejenigen, die die Hallen füllen und das Eintrittsgeld zahlen und somit auch Spieler und Angestellte der Abteilung finanzieren. Nur wird das bei einem Zuschauerschnitt von ca. 500 bald nicht mehr zu finanzieren sein. Wenn man nun diesen Leuten auch noch den Mund verbietet, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Mannschaft bei den Auswärtsspielen bald alleine ist und die Geschäftsführung demnächst auch den Lichtschalter Am Hallo bedienen muss. Wir stellen hier noch einmal ganz klar: weder Mannschaft noch Trainer werden von den Fans kritisiert. Die Spieler geben das was sie können. Aber es ist auch ganz klar, dass die Zusagen der Geschäftsführung nicht eingehalten wurden. Der TUSEM sollte mindestens mittelfristig wieder in der 1. Liga sein und nicht in der 3. Wir haben sicher viele talentierte Spieler im Team aber sie werden z. Z. in der 2. Liga verschlissen und es wird ihnen keine Zeit gegeben, sich weiterzuentwickeln und geniale Spieler wie Michael Hegemann werden bald "auf dem Zahnfleisch" gehen. Aber man darf ja die Arbeit der Geschäftsführung nicht kritisieren. Gut, dass dies eine unabhängige Seite ist!


Herzlichen Glückwunsch Klaus!

Heute feiert Klaus Schorn seinen 80. Geburtstag d.h. feiern wird er nicht, denn das ist - wenn es um seine Person geht - nicht sein Ding. Aber "Feiern" mit seinem TUSEM waren da immer etwas anderes und in der langen Zeit, in der er die Handballer von Erfolg zu Erfolg führte, waren immer wieder Gelegenheiten dazu. Ob Europa-, DHB-Pokalsiege, Deutsche Meisterschaften oder auch "nur" der einfache Saisonabschluß. Einen Grund gab es in jedem Jahr, denn egal ob Titel oder nicht, niemals beendete der TUSEM die Saison schlechter als Platz 7 in der besten Liga der Welt. Nun zeigt sich auch denjenigen, die es früher nicht wahrhaben wollten, wie wichtig es für den TUSEM ist, dass eine solche Persönlichkeit wie Klaus Schorn den Verein groß gemacht hat, denn von diesem hervorragenden Ruf und der Bekanntheit in der gesamten Handballwelt profitieren auch heute noch seine Nachfolger. Hinzu kommt, dass Klaus Schorn nach der Insolvenz 2005 mit seinem privaten finanziellen Einsatz dafür sorgte, dass der Verein keinen Schaden daraus erlitt und die Handballer mit hervorragenden Sponsorenverträgen versorgt waren. Aber nun wird auch jedem, der es bisher nicht einsehen wollte, klar, dass es einen solchen "Macher" wie Klaus Schorn nur ei,nmal gibt. Und wer ist nicht davon überzeugt, dass wir mit ihm heute wieder in der 1. Liga und nicht kurz vor dem Abstieg in die 3. Liga wären?

Aber ein solcher Tag wie heute sollte ja nicht zum Jammern sein, sondern uns daran erinnern wie viele tolle Zeiten und Erlebnisse in unserem Leben wir ihm zu verdanken haben. Die wenigen Fans des TUSEM, die in den letzten Jahren neu dazu gekommen sind, können immer wieder nur mit offenem Mund staunen, wenn die "alten" von früher erzählen. Da waren die Heimspieltage des TUSEM, an denen der Fan-Club nicht erst kurz vor Spielbeginn eintraf. Da begann der Tag am Sonntagvormittag mit dem Aufbau in der Grugahalle, endete am Abend mit dem Abbau im VIP-Raum, einem letzten Bier mit Klaus und den Sponsoren und auch wenn das oft harte Arbeit war, es macht doch immer Spaß. Da musste man nicht darauf warten, dass ein paar Leute zum Fan-Stand kamen, der Stand musste oft genug davor gerettet werden, überrannt zu werden. Wer vergisst schon in seinem Leben jemals die Spiele gegen US Creteil, Moskau, Minsk und und und......

Genial auch seine Verpflichtungen von z.B. Sascha Tutschkin, den er als ersten Spieler aus der ehemaligen Sowjetunion holte und den unvergessenen Oleg Veliky. Nicht nur, dass er die Spieler verpflichtete, er sorgte auch stets dafür, dass sie sich beim TUSEM wohl fühlten und sich in allen Belangen um sie gekümmert wurde. Das galt auch schon zu Zeiten von Jochen Fraatz und Alfred Gislasson.

Und immer wieder war Klaus Schorn da, um sich bei den Fans für ihre Treue zu bedanken, sei es bei Weihnachtsfeiern, bei denen selbstverständlich die gesamte 1. Mannschaft anwesend war, bei offiziellen Europapokal-Banketten bei denen immer auch die Fans eingeladen wurden oder bei den Auswärtsspielen in ganz Deutschland und Europa, bei denen er sich darum sorgte, dass es den Fans auch gut ging und wo gibt es einen Vereinsboß, der aus seiner eigenen Tasche den Fans eine Reise nach Island schenkt?

Es gibt noch viel, was man hier anführen könnte und auch wenn das der Vergangenheit angehört, vergessen werden wir das nie und diejenigen, die heute für den TUSEM verantwortlich sind, sollten niemals vergessen auf seinen Rat zu hören und ihn auch zu befolgen, damit er und wir bald wieder auf unseren TUSEM stolz sein können.

Lieber Klaus, wir wünschen Dir zu Deinem Geburtstag alles Liebe und Gute, bleibe bei guter Gesundheit und stehe den "neuen" beim TUSEM mit Deinem Rat zur Seite, damit sie lernen mit deinem Lebenswerk richtig umzugehen. Deine TUSEM-Fans

Zur Info für alle, die die Geschichte des TUSEM nicht so genau kennen, hier noch ein Artikel der WAZ zum 80. Geburtstag von Klaus Schorn, der Viele zum Nach- und Umdenken anregen sollte.

Mit den Handballern von Tusem Essen schrieb Klaus Schorn eine famose Erfolgsgeschichte und machte den Klub zu einer Top-Adresse im europäischen Handball-Sport. An diesem Donnerstag wird der Macher 80. Nach der ersten Insolvenz 2005 und seinem Rücktritt hat er kein Spiel der ersten Mannschaft mehr gesehen.

An der Haustür hängt noch immer das Schild mit der Aufschrift „Tusem“. Gleich neben „Schorn“. „Ob du willst oder nicht, davon kommst du nicht los“, zuckt Klaus Schorn mit den Schultern. Er schon gar nicht, obwohl es zuweilen scheint, als habe sich der frühere Handball-Boss von Tusem Essen aus dem Vereinsleben zurückgezogen. Mitnichten. Klaus Schorn wird an diesem Donnerstag 80 Jahre alt, aber Ruheständler? Nein, das würde nicht funktionieren. Klaus Schorn weiß noch immer sehr wohl, was im Verein passiert. Nur, früher hat er entschieden, dirigiert wie ein Zampano, war er der Big Boss. Heute macht er sich so seine Gedanken. Und schweigt - öffentlich.


Klaus Schorn kann nicht abschalten, kann die Vergangenheit nicht einfach so ausknipsen. Der Tusem ist sein Leben die Handballer sein Werk. „Wir haben in der Szene noch immer einen tollen Ruf. Ohne uns wäre das Ruhrgebiet heute handball-leer“, sagt Schorn. Mit zwölf Jahren wurde er Mitglied beim Tusem, mit 14 Handball-Jugendwart, 1976 übernahm der Direktor der Edeka/Ruhr die Regie und schrieb famose Erfolgsgeschichten. Unter seiner Ägide wurde der Klub von der Margarethenhöhe je dreimal Deutscher Meister und Pokalsieger, holte drei europäische Titel. Die Handballer gehörten zu den erfolgreichsten in Europa.

Doch plötzlich war alles aus. Ausgerechnet nach dem Europacup-Triumph 2005. Der gewiefte Manager war zuvor einem Betrüger aufgesessen. Der Tusem musste Insolvenz anmelden, stürzte ab in die 3.Liga, weil der Handball-Bund die Lizenz verweigerte. Und seither hat Klaus Schorn kein einziges Spiel mehr gesehen der ersten Mannschaft, taucht nur noch auf, wenn der Nachwuchs am Ball ist.

Er will sich nicht mehr einmischen
Er wolle sich nicht mehr einmischen, sagt er. „Ich habe nicht mehr das Recht zu kritisieren, weil ich auch nichts mehr bewege.“ Da bleibt er sich und seinen Prinzipien treu. Aber jeder, der ihn etwas fragt, werde eine ehrliche Antwort bekommen. Aber reden allein, reiche nun mal nicht. Natürlich schmerzt ihn die Erinnerung, die unglückliche Fügung, doch Schorn, der Pragmatiker würde es nie zugeben. „Hätte, wenn und aber – damit kommst du nicht weiter.“ Und Verantwortung abzuschieben, war noch nie sein Ding.

Bis 2010 führte Klaus Schorn die Handball-Abteilung, ist Ehrenpräsident, Nachfolger ist Niels Ellwanger, sein Wunschkandidat. Ab und zu wagt der ehemalige Chef eine Reise in die Vergangenheit, wenn er sich mit den früheren Bundesliga-Bossen zum Plausch trifft: Bodo Ströhmann (Wallau-Massenheim), Rudi Hartz (Niederwürzbach), Bernd Rigterink (Nordhorn) und Nordlicht Heinz Jacobsen.

Nach einer zweiten Insolvenz, zwei Auf- und Abstiegen hat der Tusem in der Liga zwei einen schweren Stand - sportlich wie finanziell. Schorn weiß, wie wichtig sportlicher Erfolg ist. Er appelliert noch heute an das Engagement, an die Bereitschaft, nicht nur geschäftsmäßig zu funktionieren, sondern sich für die Sache zu begeistern. Er plädiert in einer hoch professionellen Sportwelt für das Ehrenamt, das unbezahlbar sei und sorgt sich um die Fans, das „Kapital des Vereins“. Und klar, die Sponsoren wollen eine Gegenleistung sehen. „Wenn die auf Dauer ausbleibt, wird Spitzensport nicht mehr funktionieren.“

Schorn lobt die „tolle Jugendarbeit“ beim Tusem, „ aber wir müssen auch mal ernten, nicht nur säen“, findet er und verweist darauf, dass zu dieser Saison wieder Leistungsträger gegangen sind. Jeden Cent müsse man in Mannschaft investieren. Er verzichtete auf einen Geburtstags-Empfang. Das Geld könne man sich sparen und lieber in die Jugendarbeit stecken.Wird man ihn irgendwann mal wieder bei der ersten Mannschaft sehen? Der Jubilar schnauft durch, wiegt den Kopf hin und her: „Ach, wissen Sie was, fragen Sie lieber was Anderes.“

Rolf Hantel

Der ehemalige Tusem-Boss Klaus Schorn wird 80 Jahre | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/essen/der-ehemalige-tusem-boss-klaus-schorn-wird-80-jahre-id9863456.html#plx971175253


Abstiegskampf?

Jetzt werden die Nicht-Kritiker sicher wieder sagen, das ist Quatsch, es ist früh in der Saison und es kann sich alles noch ändern und so wie im Fußball Paderborn sicher nicht Deutscher Meister wird, wird TUSEM auch nicht in die 3. Liga absteigen. Aber ist wirklich beides gleich wahrscheinlich? Doch wohl nicht. Es sind zwar erst 5 von 38 Partien gespielt aber der TUSEM steht punktgleich mit den Mannschaften, die auf einem Abstiegsplatz stehen und bereits 8 Punkte hinter dem Tabellenersten. Entgegen früheren Plänen will man ja aufgrund der finanziellen Verhältnisse vorläufig nicht wieder aufsteigen und strebt lediglich einen  Platz unter den ersten 10 an. Nach dem Verlust der Spielerpersönlichkeiten der letzten Saison wird dies aber schon ein schwer zu erreichendes Ziel sein, Nach der Niederlage beim Tabellenletzten kommt mit Coburg nun ein Team mit großen Ambitionen. Um den ersten Heimspielsieg einzufahren, muss das Team nun am Freitag mehr als 100 % bringen und unsere beiden Führungsspieler müssen wieder mal 60 Minuten durchspielen. Sollten dann auch wieder die genialen Tempogegenstöße wie im Spiel gegen Aue gelingen, dann ist ein Punktgewinn möglich aber wird das klappen und wie lange halten unsere Jugendspieler noch durch bzw. wie lange brauchen sie, um zu gestandenen Zweitligaspielern zu reifen, so dass ein Verbleib in der 2. Liga möglich wird? Der einfachere Weg ist natürlich die Verpflichtung von erfahrenen guten Spielern, was aber wohl nur bei Verbesserung der Finanzen möglich ist.


TUSEM 4 - Start in die Saison

Sie sind die wirklichen Vertreter des Freizeit- und Breitensports in der Handballabteilung, die Männer der vierten Mannschaft. Ihre Motivation: Spaß am Sport, an der Bewegung und ganz besonders am Handball. Ihr Ziel: in jedem Spiel das Beste geben und in jeder Saison ein paar Pluspunkte mehr zu bekommen. Sie sind eine Gemeinschaft, in der das Hauptaugenmerk nicht darauf gerichtet ist, unbedingt einen Aufstiegsplatz zu erreichen, sondern gute Spiele abzuliefern und dabei jedem aus der Mannschaft ausreichend Spielanteile zu geben. Sie sind auch immer wieder auf der Suche nach neuen Mitspielern, denn in dieser Klasse stehen natürlich Beruf, Familie und Gesundheit vor dem Sport, so dass es auch vorkommt, dass gerade mal eine komplette Mannschaft zu einem Spiel antreten kann. Wer also Spaß am Handball hat und überlegt, ob das nicht auch etwas für ihn wäre, sollte einfach mal sich melden und zum Training kommen. Jeder ist willkommen, denn hier bietet sich auch die Gelegenheit Sport zu treiben, für Leute, die z. B. aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig zum Training kommen können, evtl. schon lange nichts mehr getan haben oder endlich mal etwas tun möchten. Um euch ein Bild von der Mannschaft zu machen, kommt doch einfach mal zu einem Spiel. Die Mannschaft freut sich nämlich auch riesig, wenn mal ein paar Zuschauer dabei sind. Hier die ersten beiden Termine: Sonntag 14.09.2014, 20.00 Uhr gegen SG VFB Eintracht Frohnhausen 2M in der Raumerhalle, Raumerstr. 55 und am Samstag 20.09.2014 um 20.00 Uhr gegen ETB SW Essen EM in der Sporthalle Margarethenhöhe. Selbstverständlich sind auch Zuschauer, die nicht selbst spielen wollen, ganz herzlichen willkommen.


Spanier und Ungar

Sie sprechen beide sicher noch nicht fließend deutsch aber die Handballsprache verstehen sie perfekt und das führte mit dazu, dass der TUSEM in Eisenach ziemlich überraschend 2 Punkte holte. Peter und Carlos waren daran maßgeblich beteiligt. Der eine mit tollen Paraden und der andere daraufhin mit klasse Tempogegenstößen. Was beweist, dass man nicht unbedingt die Landessprache sprechen und verstehen muss. Wichtiger ist die Sprache des Spiels und die verstehen die beiden hervorragend und wir Fans freuen uns schon auf ihr nächstes Zwiegespräch am Freitag gegen Aue.


Paul, Hege und die Junioren

Gestern gab es nun das erste Spiel der neuen Saison. Über 50 Essener Fans waren in die Emsland Arena gekommen und machten dort richtig Stimmung. Leider reichte es nicht zu einem Überraschungssieg in der Grafschaft. Dafür fehlt eben noch einiges an Kraft, Erfahrung und manchmal auch Talent bei dem Essener Juniorenteam. So war es schon gut, dass wenigstens wieder 2 Torleute da sind, die beide zwar nicht sehr gut starteten aber jeweils nach einer kurzen Pause richtig gut in Form kamen und ein paar tolle Paraden brachten. Eins sah aber jeder der Mitgereisten: ohne die beiden Männer mit Erfahrung und Können, hätte es in Lingen eine richtig derbe "Klatsche" gegeben. Klar, dass die Rückkehr von Paul Trodler nach Essen ein Riesengewinn für den TUSEM ist, stand von Anfang an fest aber dass Michael Hegemann mit 37 Jahren eine solche Partie liefert, die meisten Tore wirft, in der Abwehr die HSG gemeinsam mit Paul zur Verzweiflung bringt, dass hatte wohl kaum einer so erwartet. Erst als sich die Deckung von Nordhorn in der 2. Halbzeit immer mehr auf Michael Hegemann konzentrierte und er auch minimal langsamer wurde, kippte das Spiel und es viel mehr und mehr das Manko im Essener Team auf: zu wenig erfahrene Spieler, insbesondere da David Szesny und Lasse Seidel auch noch verletzt sind , die Tatsache, dass unsere Außenspieler kaum angespielt werden und die Unerfahrenheit der jungen Spieler, denen man sicher nicht nachsagen kann, dass sie nicht kämpfen. Es gibt also noch Hoffnung. Dazu braucht man eben nur noch mindestens 2 gute erfahrene Spieler und Paul und Hege ohne Verletzungen. Dann sollte der TUSEM auch endlich wieder da hin kommen wo er hingehört: in die beste Liga der Welt!

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