Saison 2013/14


Abschied in Leuterhausen

Es war der letzte Spieltag der Saison, es war das letzte Spiel von Leutershausen in der 2. Liga und es war das letzte Spiel mit fast dem ganzen Team des TUSEM. So gesehen eigentlich ein sehr trauriger Tag. Aber es waren doch noch einmal 15 Essener Fans, die es sich nicht nehmen lassen wollten, ihr Team bis zur letzten Sekunde zu unterstützen auch wenn die Saison eigentlich gelaufen war. Ebenso wollte auch Leutershausen nicht so einfach aus der Liga verschwinden und so war es auch nicht verwunderlich, dass Uli Roth für seine "Abschiedsworte" vor dem Spiel auch den ernst gemeinten Applaus der Essener Fans bekam. Hervorragend auch, dass beide Mannschaften sich im Spiel nichts schenkten und nochmals alles gaben, so war eine Punkteteilung schon gerecht und nach dem Spiel teilte man sich dann auch noch das Spielfeld für die Verabschiedung. Die SG Leutershausen spendierte Freibier für alle und für uns war es schon beeindruckend, dass alle dort blieben und man gemeinschaftlich mit Sponsoren, Mannschaft und Fans die letzten Stunden in der 2. Liga verbrachten. So hatten auch die Essener Spieler und Fans Gelegenheit noch gute Gespräche zu führen und mit einem kleinen Gruß konnten wir uns bei den Spielern bedanken, die leider den TUSEM verlassen müssen. Aber wie es so schön prosaisch heißt, irgendwann ist dann die Zeit gekommen, auf Wiedersehen zu sagen und nach Abfahrt des Mannschaftsbusses blieben dann die Fans alleine zurück. Allein gelassen in jeglicher Hinsicht, denn die Zukunft sieht nun wahrlich nicht rosig aus. Fast das ganze Team wurde aufgelöst und statt endlich einmal mit einem etwas eingespielten Team ins zweite Jahr zu gehen, muss Mark Dragunski nun wieder ganz von vorne anfangen und dass mit einer noch jüngeren Mannschaft. So wird es im nächsten Jahr nicht darum gehen, an der Spitze der 2. Liga zu spielen, sondern den ersten sportlichen Abstieg in die 3. Liga zu vermeiden. Nachdem in diesem Jahr die Vereine abgestiegen sind, die nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Probleme hatten, werden wir wohl im nächsten Jahr zu diesen gehören. Denn aufgrund der Abgänge der letzten beiden Jahren, kann man leicht ausrechnen, dass dem TUSEM immer weniger Geld zur Verfügung steht und daher auf Jugendspieler zurückgreifen muss. Sicher ist es gut, immer wieder Spieler aus der eigenen Jugend einzugliedern. Wie gut das ist, haben ja in der Vergangenheit Spieler gezeigt, die es vom TUSEM bis zur Nationalmannschaft geschafft haben und in der jetzigen Mannschaft zeigt es ein Lasse Seidel, der sich inzwischen zu einem der wichtigsten Spieler entwickelt hat. Allerdings sollte auch jeder wissen, dass im nächsten Jahr die 2. Liga noch härter wird und man dementsprechend auch erfahrene Spieler dafür braucht, und Paul alleine wird das nicht schaffen. Inwieweit Michael Hegemann da noch helfen kann, bleibt abzuwarten. Es kann auch keine Lösung sein, auf Spieler aus der Oberligamannschaft zurück zu greifen, die schon mal auf der Bank gesessen haben und für einen längeren Einsatz in der 2. Liga ein zu großes sportliches Defizit hatten. Es sieht also sehr dunkel für den TUSEM aus, es sei denn, es wird endlich etwas zur Verbesserung der finanziellen Situation getan, damit der TUSEM auch wieder seinen alten guten Ruf bekommt.


Sensation in Erlangen

Ausgerechnet hatten wir uns ja nichts und die Fahrt nach Erlangen einfach mal als eine schöne Wochenendtour angesehen. Umso überraschender war dann der Sieg beim Aufsteiger und entsprechend groß die Freude bei Spielern und Fans. Nach dem Spiel gab es dann auch noch ein langes Gespräch mit Ole Rahmel, der sich freute, die Essener Mannschaft und auch die Essener Fans wieder zu sehen insbesondere, da er ja gerne in Essen geblieben wäre, sich aber nun in Erlangen sehr gut fühlt und natürlich auch besonders glü.klich darüber ist, dass er mit seinem Verein in die 1. Liga aufgestiegen ist. Dazu noch einmal unseren ganz herzlichen Glückwunsch. Wir dürfen so etwas ja leider vorläufig nicht mehr feiern. Einen guten Tipp gab es von  ihm dann noch für den Sonntag. Er empfahl uns einen Ausflug nach Bamberg und das wurde dann auch ein richtig toller Tag bei wunderbarem Wetter in einer wirklich sehr sehenswerten Stadt.


Ostern einmal anders

Normalerweise ist gerade Ostern die Zeit, da man zu Hause bleiben sollte, da es Ferien und volle Autobahnen gibt aber in diesem Jahr beschlossen wir, uns am Karfreitag auf den Weg in den Süden zu machen. Wir hatten Glück, leer waren die Autobahnen nicht aber trotzdem kamen wir doch recht gut durch und erreichten Saarlouis am frühen Nachmittag. So hatten wir Gelegenheit die Passionsspiele auf dem großen Markt zu besuchen und nach einer kleinen Stadtrundfahrt im Restaurant Lothringer Hof noch hervorragend zu essen. Der erste Abend unserer Tour endete im Hotel in einer gemütlichen Runde. Am Samstag stand Metz und die Kathedrale mit den Chagall-Fenstern  auf dem Programm und nach einem kurzen Besuch der Markthallen ging es zurück nach Saarlouis, wo uns unsere gute Nase dann wieder in ein winziges aber hervorragendes Lokal führte, um uns vor dem Spiel am Abend zu stärken. Und an diesem Abend funktionierte auch die "berüchtigte Stunde" . Wir mussten keine Niederlage verkraften, sondern 18 TUSEM-Fans feierten mit ihrem Team einen Sieg wie ihn wohl kaum einer erwartet hatte, ein tolles Spiel, klasse Stimmung und Punkte, die den TUSEM wieder unter die ersten 10 der Liga brachten. So endete dieser Samstagabend bei einer Siegesfeier in unserem Lieblingsrestaurant. Nach dem Besuch der Ludwigskirche und einem guten Mittagessen ging es dann auf den Heimweg. Ein Osterfest einmal anders aber auch drei wunderbare Tage.


Noch 4x quer durch Deutschland

Nachdem wir beim letzten Auswärtsspiel wieder einmal ein nettes Wochenende im hohen Norden in Bad Schwartau erleben durften, geht es nun Ostersamstag in den Südwesten nach Saarlouis, in der Hoffnung dort nicht nur ein paar schöne Tage zu erleben, sondern auch über 2 Punkte jubeln zu dürfen. In 14 Tagen führt uns der Weg dann wieder in den Norden an die Ostsee. Klar dass wir um diese Jahreszeit dort nicht "baden" gehen möchten. Es ist schon sehr schade, dass es nur wenige Fans sind, die an diesen Fahrten teilnehmen. Wir verstehen natürlich, dass viele Fans unzufrieden mit der Entwicklung beim TUSEM sind aber auch wenn in diesem Jahr nicht mehr viel zu erreichen und abzusehen ist, dass aufgrund des Weggangs fast aller Leistungsträger die nächste Saison bisher recht trübsinnig aussieht, sollte das Team doch bis zum letzten Spiel von den Fans so gut wie möglich unterstützt werden. Gelegenheit dazu gibt es im Mai noch einige Male, insbesondere auch in Erlangen und Leutershausen, besonders da die Spiele an einem Samstag und einem Sonntag stattfinden. Euch allen wünschen wir ein frohes und gesegnetes Osterfest und hoffen, dass ihr alle am nächsten Freitag beim Spiel gegen Nordhorn dabei seid, um dann auch unseren beliebten "Zurückkehrer" Paul Trodler zu begrüßen.


Spaß, Schnaps, Kultur, Sport und Spannung

Ein voll gefülltes Wochenende gab es bei unserer Tour nach Rimpar. Nach einer geruhsamen Anfahrt trafen sich 8 Essener in der Pension Binsbacher Hof, die mit zur Brennerei Wecklein gehört. Eine gute Gelegenheit also, die Brennerei zu besichtigen und auch anschließend eine Schnapsverkostung zu machen. Eine gute Brotzeit und einige edle Schnäpse sorgten mit dafür, dass es ein fröhlicher Abend wurde, der erst in den frühen Morgenstunden endete. Nach einem guten Frühstück und natürlich dem Einkauf von "flüssigen Mitbringseln" ging es dann nach Würzburg zum Stadtrundgang. Schließlich gibt es in dieser Stadt einiges zu sehen und so hatten wir uns dann auch unser gutes fränkisches Mittagessen verdient. In der S. Oliver Arena standen dann 11 Essener Fans einer Übermacht von ca. 2.000 Fans aus Rimpar gegenüber, was sie aber nicht daran hinderte mit Trommeln, Tröten und selbst gebastelten Klatschen auch die Profitrommler zu übertönen. Nach einem spannungsgeladenen Spiel und der vergeblichen Hoffnung auf einen Sieg, gaben wir uns dann mit einem Punkt zufrieden und machten uns auf die Heimreise. Aufgrund einer Vollsperrung der Autobahn kam dann noch einmal Spannung auf: wann würden wir wohl in Essen sein? Aber es gehört auch immer etwas Glück dazu, wir waren spät genug, um nicht in den Unfall geraten zu sein und kamen noch mal mit 1 1/2 Stunden Verspätung davon. Und nach diesem gelungenen Ausflug geht es schon bald wieder auf Wochenendtour, denn auch in Bad Schwartau soll es zumindest wieder viel Spaß, Kultur und Sport geben.


Auswärtsspiele

Nach dem fast sensationellen Auswärtssieg in Aue stehen im März jetzt noch einige sehr interessante Auswärtsspiele für die TUSEM-Fans an. Wer sich kurzfristig noch entschließen kann, der sollte sich am Sonntag auf den Weg nach Würzburg machen. Beim 16. der Tabelle hoffen Fans und natürlich auch Mannschaft, die nächsten Auswärtspunkte zu holen. Am Samstag, den 5. April tritt dann der TUSEM in Bad Schwartau an. In der Marmeladen- und Marzipanstadt gibt es nicht nur die Möglichkeit ein nettes Wochenende zu verbringen, bisher gab es auch immer wieder spannende Spiele, die oft leider nicht zu Gunsten des TUSEM ausgingen. Wir hoffen, dass noch viele Fans sich auf den Weg machen, um unser Team dort zu unterstützen.


Die abgebrühten Essener und ihre Moral

Fast wurde es uns schon fast etwas peinlich, wie toll wir in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz empfangen wurden. Nicht nur, dass die Leute dort eh schon alle sehr nett sind, als der Hallensprecher dann auch noch alle Erfolge des TUSEM aufzählte und betonte welch ein Spitzenteam da aus dem Ruhrgebiet angereist war, wurde den Fans schon etwas mulmig als sie dabei  an das letzte Heimspiel gegen Bietigheim dachten. Aber kaum 5 Minuten gespielt, wusste jeder in der Halle, dass an diesem Abend nur die Essener als Sieger von der Platte gehen würden. In der vergangenen Woche musste wohl viel gearbeitet worden sein, denn die Mannschaft trat wieder so auf wie wir sie aus so vielen Spielen wirklich kennen. Die Kieler Nachrichten drückten es am folgenden Tag dann so aus: "Die Überlegenheit der abgebrühten Gäste war in jeder Phase deutlich. Und bis zum Ende nahm die Niederlage demoralisierende Ausmaße an". Oder anders gesagt, das Team von Drago bewies, dass die erschreckende Niederlage gegen Bietigheim ein Ausrutscher war und stellte auch zu keiner Zeit einen Gang zurück, nur um das Ergebnis zu halten. Und dazu dann noch einmal ein Kompliment an die Altenholzer Zuschauer. Auch wenn es leider nur 400 waren. Sie unterstützen ihr Team, erkannten an, dass an diesem Abend die Niederlage sogar noch höher hätte ausfallen können und als Philipp für eine Mannschaft und 11 Fans die Humba anstimmte, wurde dies ruhig hingenommen. Solch ein tolles Publikum gibt es nicht überall. Es wird sich also niemand wundern, dass Mannschaft und Fans bester Laune waren, sich anschließend sich noch ausreichend Zeit für einen "kleinen Plausch" nahmen und erleichtert fest stellten, dass der ersehnte 3. Platz kein unerfüllbarer Traum sein muss. Die Spieler mussten sich dann leider auf den Weg nach Hause machen und mit (diesmal heißer) Pizza Vorlieb nehmen aber für die Fans begann dann der Karneval in Altenholz ohne Narrenkappe. Ob mit griechischem Essen, griechischem Wein (und dem Lied davon) oder dem flüssigen Küstennebel in der Nacht und dem echten Küstennebel am Morgen, es wurde ein wirklich gelungenes Wochenende, das mit einem Hafenspaziergang und Kaffee in Hamburg langsam zu Ende ging.


 Ein "dreckiger" Sieg?

Im neuen Sprachgebrauch nennt man es wohl so, wenn ein Sieg regelrecht erarbeitet werden muss und nicht die Schönheit eines Spiels im Vordergrund steht. Wenn man es so sieht, war das in Friesenheim ein dreckiger Sieg, denn der TUSEM musste dafür hart arbeiten. Hilfreich dabei war sicher auch, dass der Aufstiegsaspirant Friesenheim an diesem Sonntag keinen Sahnetag erwischt hatte. So kam es, dass Dragos Team dann doch noch Gelegenheit hatte, auch mit spielerischen Feinheiten zu glänzen und das zwischenzeitliche Hoch der Eulen in Halbzeit 2 zu stoppen. Insgesamt also ein unerwarteter, vielleicht dreckiger, manchmal nicht unbedingt spielerisch hervorragender aber im Hinblick auf das Heimspiel am Freitag ziemlich siegessicher stimmender Sieg.


Gut gekämpft und doch verloren

Fast hätte es wie in Nordhorn klappen können aber leider reichte es diesmal in Hamm nicht ganz. Am Ende entschieden 2Min-Strafen und 7m das Spiel. Während es 57 Minuten ausgeglichen war und Hamm nie mehr als 3 Tore in Führung gehen konnte, fiel dann in der letzten Minute nicht der Ausgleich sondern durch einen 7m das entscheidende Tor. Schade, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen und über die Strafzeit-Entscheidungen kann man natürlich auch anderer Meinung sein. Nun gilt es bis Dienstag wieder Kraft zu tanken und dann zu zeigen, dass auch Ole mit seinen Erlangern gegen die Heimstärke des TUSEM nichts ausrichten kann und wenn der potentielle Aufsteiger Am Hallo antritt, dann sollte auch die Halle mal wirklich gut gefüllt sein. In Hamm waren ca. 200 Essener dabei. Da sollte doch zu Hause das 10fache drin sein.


Hamm

Nach dem überraschenden Erfolg in Nordhorn und einem perfekten Heimspiel gegen Rostock steht unserem Team nun am Samstag in Hamm wieder eine extrem schwere Aufgabe bevor. Daher braucht die Mannschaft ganz besonders wieder die Unterstützung der Fans. Natürlich kann man nun nicht erwarten, dass auch in Hamm wieder ein Sieg gelingt aber warum nicht? Also wer sich noch nicht entschlossen hat: Hamm ist nicht weit und die Halle mit Sicherheit nicht ausverkauft. Also helft mit, dass die nächste Überraschung gelingt.


Leipzig

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen". Dieser alte Spruch gilt natürlich auch noch in der heutigen Zeit und so gibt es von unserer Wochenendtour wie immer viel zu erzählen. Dabei überwiegt selbstverständlich das Positive. Am Freitagnachmittag ging es für 8 Essener Fans los. Ein wenig Stau, ein wenig Nebel aber ansonsten eine gute Fahrt. Und so traf man sich am Abend im Astral Inn Hotel. Bei Schwarzbier und munteren Gesprächen wurde es dann schnell Mitternacht und wir mussten den letzten Aufzug nach oben nehmen. Beim ausgiebigen Frühstück wurde dann erst einmal geplant, wer denn was gerne machen würde. Mit der Bahn ging es dann zum Hbf. Hier trennten sich die Wege: zwei in den Zoo, 6 in den Rundfahrtenbus. Unsere Zooleute schafften 4 Stunden Marsch durch den Zoo und hatten noch lange nicht alles gesehen, die Busleute fuhren 2 Stunden durch Leipzig und erhielten umfassende und interessante Infos über Leipzig und die Sehenswürdigkeiten. Da muss man der Stadtführerin ein Kompliment machen. Sie erklärte alles wirklich gut und hatte auch so manche nette Geschichte zum Lachen auf Lager. Zurück am Augustaplatz angekommen, wunderten wir uns zwar ein wenig über den ADAC Hubschrauber und den Polizeiwagen mit Blaulicht aber wenig später wurde es dann doch recht makaber, als die einen in Auerbachs Keller saßen und den "Tod auf dem Weinfass" fotografierten, während die anderen mit ansehen mussten wie die Polizei sich um einen Toten in der Fußgängerpassage kümmerte. Nach einer kurzen Pause ging es dann am Abend zum Spiel und die Zahl der Essener Fans erhöhte sich auf sage und schreibe 12 Personen, die nicht zuletzt aufgrund der recht schwach besuchten Halle (ca. 1.300 bei 4.500 Plätzen) auch gut zu hören waren. Jedenfalls wurde uns dies von Philipp Pöter ausdrücklich bestätigt. Das Spiel lief dann so, wie wir es befürchtet aber nicht gewünscht hatten. Mit Schuld daran waren auch ganz besonders 2 Ex-Essener, Palle und Matze spielten verflixt gut. Beide gaben aber auch alle guten Wünsche und Grüße mit nach Essen. Nach kurzem Plausch mit doch sehr deprimierten Spielern ging es dann mit den Leipziger Fans in den Keller und dort wurde es dann noch lustig, manchmal laut und besonders lecker. Bei Schmalzstullen und Bier wurde hier eine neue Fanfreundschaft angeknüpft und auch unsere Spieler freuten sich auf dem Weg zum Bus, dass wir doch noch unseren Spaß hatten auch wenn nicht alle eine angebotene Schmalzstulle essen wollten. Wenn nicht die Halle geschlossen hätte, wäre es dort sicherlich bis Sonntagmorgen lustig her gegangen. So ging es dann doch noch zum Absacker ins "Mephisto" mit echter Cafehaus-Livemusik, russischer Schokolade und Glühwein mit kräftigem Schuss. So kam es dann, dass wir auch nicht mehr den letzten Aufzug schafften und zu Fuß ins Zimmer mussten. Nach dem Frühstück nahte dann der Abschied, denn wir mussten leider wieder zurück. Schließlich erwartet uns am Freitag unser Team wieder Am Hallo und dort werden sie und wir wieder alles geben.


Die Nummer 550 oder die Schatten der Vergangenheit

Es gibt schon das eine oder andere Mal Probleme bei einem Auswärtsspiel über die man sich aufregt und deswegen unbedingt gleich der ganzen Welt mitteilen möchte. Wenn man dann aber wieder zu Hause ist und eine Nacht darüber geschlafen hat, dann sagt man nur, was soll es, so wichtig ist die Sache doch nicht. Was sich allerdings in der Arena Leipzig ereignete, kann und darf man nicht unter den Tisch fallen lassen, denn weder die Diskriminierung eines Menschen noch die aus vergangenen Zeiten übrig gebliebenen Aggressionen kann man einfach so ignorieren und zur Tagesordnung über gehen.

Für alle, die nicht dabei waren: die Fans des TUSEM waren in Leipzig gerade mal mit einem Dutzend da, um sich auf ein Wiedersehen mit ehemaligen Essenern zu freuen, ein spannendes Spiel zu sehen, ihre Mannschaft zu unterstützen und nette Leipziger Fans kennen zu lernen (siehe folgenden Reisebericht), doch dann kam eine junge Dame, die offensichtlich den Umgang mit Mitmenschen nicht gelernt hat. Jedenfalls forderte sie einen Essener Fan im Rollstuhl auf, den Platz vor den leeren Oberrängen zu räumen, da dort keine sperrigen Gegenstände und dementsprechend also auch keine Rollstuhlfahrer stehen dürften. Wohlgemerkt, es bestand keine Gefahr für irgendwelche Zuschauer, da der "Fluchtweg" nicht versperrt war und auf den Rängen auch keine Zuschauer waren. Das war aber für sie nicht relevant, weil sie ihre Vorschriften hatte. Auch ihr herbei gerufener Vorgesetzter mit der Nr. 550 bestand ohne jede Diskussion auf Durchsetzung seiner Vorschriften, da ein Rollstuhlfahrer ein sperriger Gegenstand ist. Erst eine Vertreterin des Vereins sorgte dafür, dass die Fans einen anderen Block in der Nähe der Leipziger Fans bekamen, wo auch Rollstuhlfahrer stehen und die Fans mit Trommeln und Tröten das Team unterstützen durften.

An Stelle einer Entschuldigung für ihr ungebührliches Benehmen, ging der Ärger mit Nr. 550, der jungen Dame ohne Namen und ihrem Kollegen Nr. 123 aber weiter. Es ging ihnen anscheinend total gegen den Strich, dass sie sich nicht durchsetzen konnten. Also wechselten sie ebenfalls den Block (der offizielle Gästeblock war ja nun auch leer) und Nr. 123 schimpfte nun wie ein Rohrspatz, seine Kollegin sei beleidigt worden und er wolle die Essener Fans aus der Halle werfen. Auch nachdem sich herausstellte, dass dem nicht so war, beruhigte er sich nicht aber da bereits das Spiel begonnen und die Fans nun die Lautstärke bestimmten, hörte ihm auch keiner mehr zu. Dann kam aber wieder Nr. 550 ins Spiel und wollte die Essener "Tröten" verbieten obwohl mit der Leipziger Vereinsführung geklärt war, dass sie sich ebenso wie die Leipziger Fans über jegliche Unterstützung auch seitens der Gästefans freuen. Aber auch dem Geschäftsführer vom SC Leipzig fehlten dann die Worte, als Nr. 550 meinte, er würde einem Essener Fan die Tröte abnehmen, weil sie den falschen Takt hätte. Als er auch damit keinen Erfolg hatte, gab er, seine Nr. 123 und die junge Dame ohne Namen endlich auf, insbesondere da die Halbzeitpause begann und die Leipziger Fans sich auf den Weg zu den Essenern machten, um auch ihr Leid darüber zu klagen, dass sie sich immer wieder für ihren unmöglichen "Ordnungsdienst" entschuldigen müssen und ich entschuldige mich, dass dieser Bericht etwas langatmig geworden ist aber es gibt Dinge, die kann und darf man einfach nicht verschweigen.

Nachtrag zur Verdeutlichung: in den Berichten auf unserer Homepage wird niemand beleidigt oder diskriminiert. Es geht hier um die Schilderung von Situationen aus unserer Sicht. Sollten die angesprochenen Personen eine Gegendarstellung wünschen, können sie sich gerne bei uns melden aber bitte nicht - wie heute geschehen - anonym und unter Androhung von rechtlichen Schritten, falls sie auf Fotos aus der Arena abgebildet sind.


Auf die Zähne beißen

Das muss wohl unser Team in den kommenden Spielen weiterhin. Nachdem beim letzten Heimspiel klar zu sehen war, dass der Kader einfach zu klein ist, um den Spielern mal eine kleine Verschnaufpause zu gönnen, damit sie dann mit voller Konzentration wieder auf die Platte können, müssen wir damit rechnen, dass es auch am kommenden Wochenende in Leipzig wieder ganz schwer wird. Ein paar von uns werden dabei sein und die Mannschaft unterstützen. Danach kommen dann die ganz großen "Brocken". Am 1. Dezember geht es nach Nordhorn und am 14. Dezember nach Hamm. Wir hoffen, dass dann natürlich jede Menge TUSEM-Fans dabei sind!


Messezeit

Es wird Zeit, dass wir hier auch einmal wieder etwas Neues berichten. Leider waren die letzten Wochen doch arg mit den Vorbereitungen für die Messe MHH ausgelastet. Seit heute nun läuft die Messe und jetzt sollte auch die Zeit reichen, um wieder Neuigkeiten über unseren TUSEM zu berichten. Gleich zu Beginn der Messe hatten wir auch heute Besuch von Spielern unserer Bundesligamannschaft. Carsten Ridder, Mathis Stecken und Malte Seidel besuchten heute den Stand des TUSEM in der Halle des Essener Sports. Darüber freuten sich natürlich die TUSEMer an unserem Stand und unsere "Nachbarn" die Freunde vom Handballkreis Essen. Unsere "Youngster" standen dann auch geduldig für Fotos zur Verfügung und erfüllten zahlreiche Autogrammwünsche. Herzlichen Dank an unsere Spieler, dass sie sich die Zeit für den Besuch der Messe genommen haben, insbesondere da sie direkt vom Training kamen und morgen schon wieder für die Zweite beim so wichtigen Auswärtsspiel in Wermelskirchen auf der Platte stehen und am Mittwoch geht es dann gleich schon weiter mit dem Auswärtsspiel in Großwallstadt, bei dem wir sie selbstverständlich lautstark unterstützen wollen.


Auswärtsfahrten

Mit der Beteiligung an Auswärtsfahrten läuft es z. Z. ja noch etwas sehr "mau" an. Teilweise ist es ja verständlich, dass bis auf die "Hardcore-Fans" kaum einer die weiten Touren mitmachen möchte. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das im Laufe der Saison ändert und auch zu den entfernteren Spielen wieder wie in früheren Zeiten jede Menge Essener Fans dabei sind. In Neuhausen wird der TUSEM leider nur mit ganz wenigen Fans vertreten sein, die aber wie immer alles tun, um die Mannschaft lautstark zu unterstützen. Beim Spiel in Hildesheim am 20.10.2013 sollte sich da aber mehr tun. Schließlich sind es bis Hildesheim gerade mal knappe 3 Std. Fahrt und die Stadt ist sicher auch einen Sonntagsausflug wert. Also meldet dafür so bald wie möglich Eure Kartenwünsche an. Vorab machen wir euch schon auf das Spiel in Leipzig am Samstag, den 16.11.2013 aufmerksam. Eine Wochenendtour ist da sicher für viele interessant.


Es war eine Standortbestimmung

Denn eins ist klar, dieses Team ist in der Lage, im oberen Drittel der 2. Liga mitzuspielen aber das wird noch etwas dauern. Am Freitagabend war Bietigheim klar besser (nicht nur weil zwei Ex-Essener einen Sahnetag hatten). Die bisher so gute Abwehr hatte Löcher wie ein Schweizer Käse wurde aber in der 2. Hälfte klar besser. Grund dafür war u. a. der Einsatz von Toon Leenders. Unsere Außen waren bei der Torausbeute sehr gut dabei, wurden aber andererseits nicht oft genug angespielt. Die Anspiele an Andre Kropp passten anfangs nicht, klappten aber als Joao Pinto aufs Feld kam. Da waren schon ein paar geniale Tore dabei. Ballverluste, leichte Fehler und verworfene 7m sorgten dafür, dass dieses Spiel verloren ging, zeigen aber auch, dass wir keine schlechte Mannschaft und schlechte Spieler haben, sondern eine junge Truppe, die wohl ab und an noch zu viel Nerven zeigt aber ebenso wie die Mannschaft, die vor zwei Jahren den Aufstieg in die 1. Liga schaffte, ein Riesenpotential hat. Also brauchen wir uns gar keine Sorgen zu machen, die Entwicklung wird weiter nach oben gehen. Dafür wird Drago schon sorgen. Also bis zum kommenden Freitag, da sollte dann der nächste Heimsieg drin sein.


Standortbestimmung

Am Freitag tritt der TUSEM in Bietigheim an und wird dort ein ungleich schwereres Spiel haben als es die ersten drei Spiele waren, auch wenn man sicher die Teams von Friesenheim und Hüttenberg stärker eingeschätzt hat. In Ludwigsburg jedoch steht noch eine Mannschaft auf der Platte, die um den Aufstieg mitspielen möchte. Da Drago nun aber zum ersten Mal fast das den gesamten Kader zur Verfügung hat, wird es evtl. schon eine Art Standortbestimmung werden. Allerdings stehen ihnen beim Gastgeber zwei Spieler gegenüber, die viel zu den Erfolgen des TUSEM in den letzten Jahren beigetragen haben. Auf der einen Seite freuen sich alle auf ein Wiedersehen mit Jan Kulhanek und Hannes Lindt, auf der anderen Seite werden gerade diese Beiden dem TUSEM es besonders schwer machen, auch nach diesem Spiel wieder zwei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. Leider werden aufgrund der ungünstigen Spielzeit an einem Freitag nur ein paar Fans vor Ort sein und versuchen, das Team zu unterstützen.


Gelungener Start

Das ist schon leicht untertrieben, denn am letzten Freitag rieb sich so mancher Zuschauer die Augen und fragte ganz erstaunt, ob das nun wirklich der befürchtete Kindergarten war, der da den Aufstiegsfavoriten Friesenheim in Grund und Boden spielte. Aber an diesem Abend zeigte sich bereits die Handschrift eines Mark Dragunski. Endlich wieder ein sensationell stabile Abwehr und daraus ein Angriffsspiel, dass der Gegner nie in den Griff bekam. Wer hatte das erwartet? Nicht nur die "erfahrenen" Spieler wie Andre Kropp und Toon Leennders brachten die Gäste zur Verzweiflung. Gerade die jungen Spieler, zeigten, dass der TUSEM wieder ein "Team" hat, denn egal ob erfahren, jung oder neu, sie alle brachten eine Spitzenleistung. Ob sie das nun in den nächsten Spielen so weiterführen können, bleibt abzuwarten, denn es war schon ein riesiger Kraftaufwand, insbesondere, da Auswechselspieler ein Luxus sind, den der TUSEM sich kaum leistet, aber andererseits sind da ja auch noch drei verletzte Spieler, die hoffentlich bald wieder in das Geschehen eingreifen werden....


Saison 2013/14

In ein paar Tagen beginnt nun die Saison 2013/14 und natürlich fragen sich die Fans "was können wir von dieser Saison erwarten"? Nachdem uns ja zum Ende der vergangenen Saison so viele wertvolle Spieler verlassen haben, konnte man schon fast befürchten, dass uns die kommende Saison sogar bis in die Abstiegszone der 2. Liga bringt. Insbesondere, da auch von Seiten der Geschäftsführung immer wieder betont wurde, dass man nach einem Jahr noch nicht wieder aufsteigen möchte. Hinzu kam dann, dass lange Zeit keine Neuverpflichtungen bekannt wurden und zu Beginn der Vorbereitung. Mark Dragunski mit einigen erfahrenen Spielern und praktisch mit einem "Kindergarten" da stand. Aber als dann die ersten Testspiele kamen, stieg auch wieder Hoffnung auf. Philip kehrte zurück und mit Joao Pinto und Peter Hornyak gab es dann Neuverpflichtungen, die offensichtlich genau ins Team passen. Da kam man in Gummersbach beim Abschied aus der Eugen-Haas Halle schon ganz schön ins Staunen. Das sieht ja alles schon verdammt gut aus und lässt darauf hoffen, dass der TUSEM  in dieser Saison bei den ersten 10 in der Tabelle dabei ist. Mit dabei sein müssen aber wieder auch alle Fans, damit die Halle Am Hallo wieder die beste Stimmung in der Liga hat und unser Team auswärts immer sicher sein kann, dass sie nicht alleine sind. Das Wichtigste aber ist, dass wir alle d.h. angefangen bei der Geschäftsführung, den Sponsoren bis hin zu den Fans hinter einem Mann stehen und ihn tatkräftig unterstützen: unserem Trainer Mark Dragunski. Drago braucht unsere 1000 %ige Unterstützung und Hilfe, denn besonders für ihn wird es eine sehr schwere Saison und wir alle wünschen ihm und uns viel Erfolg aber sollte ein Spiel mal daneben gehen wird es niemand "unserem Drago" übel nehmen.

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